Das war der September 2010
30. September 2010
Die neuste Version meiner nächsten Veröffentlichung liegt jetzt wieder beim Chef. Damit habe ich jetzt erst einmal nicht
mehr allzu viel Arbeit auf meinem Schreibtisch liegen. Das tut auch ganz gut.
29. September 2010
Nach den Regentagen ist vor meinem Bürofenster eine Art Sumpf entstanden.

Dieser Sumpf erinnert mich sehr an den Sumpf, den ich mir in der Nähe von New Orleans angeschaut hatte. Und bei näherem
Hinsehen ist diese Ähnlichkeit sogar erschreckend groß. (Ich musste kaum nachhelfen mit Gimp.)
28. September 2010
Viel Neues gibt es nicht. Die Ungewissheit mit Opas Zustand zehrt an den Nerven und die Arbeit geht entsprechend
schlecht von der Hand. Das Training am Freitag war eine gute Ablenkung und hat mir richtig gut getan. Es hätte mir noch
besser getan, wenn ich nicht einen Ball genau vor den kleinen Finger der linken Hand bekommen hätte. Die Verfärbung ist
mittlerweile weg und die Schwellung ist auch schon deutlich zurück gegangen.
Die Strahlwoche ist auch nicht gut angelaufen. Irgendetwas am Beschleuniger ist defekt und die Techniker sind mit der
Fehlersuche beschäftigt. Das waren sie auch schon letzte Woche, als die Beschleunigerwoche ausfallen musste. Für heute
Nachmittag war uns gestern Strahlbetrieb versprochen worden. Schauen wir mal, ob der Fehler bis dahin gefunden und
behoben wurde.
22. September 2010
Trauige Zeit: Mein Großvater liegt im Sterben. Auf meine Arbeit kann ich mich nicht so richtig konzentrieren. Und ich
bin gerade dabei, meine Geburtstagsfeier abzusagen. Ob Opa an meinem Geburtstag noch lebt oder nicht, kann ich nicht
sagen. Aber so oder so kann ich nicht einfach glücklich feiern.
20. September 2010
Mein Wochenende war nicht so wirklich gut. Ich habe Freitag, Samstag und Sonntag meinen Großvater im Krankenhaus
besucht und den Eindruck bekommen, dass ich ihn nicht mehr allzu häufig sehen werde. Besonders die extreme
Verschlechterung seines Zustands von Freitag auf Samstag ging mir wirklich nahe. Gestern sah er dagegen wieder relativ
fit aus. So fit, wie ein Achtundachtzigjähriger mit einer Lungenentzündung sein kann.
Das Training am Freitag und auch der Erstehilfelehrgang am Samstag und Sonntag dagegen waren wirklich gut. Am Freitag
hatten wir mal wieder Besuch aus Iserlohn. Ich hatte das Gefühl, dass sie eher wegen des Döners nach dem Training als
wegen des Trainings bei uns waren, aber das soll mir recht sein. Ich mag den Döner auch gerne. Sonntagnachmittag war
dann noch Alexander in Suderwich und er hatte auch seine Eltern mitgebracht zum Kaffee.
Abschließend noch ein Kommentar zum Revierderby im Hallenfußball von gestern: Blauweiß Herne-West gegen BVB 1:3.
Willst Du Schalke oben seh'n,
musst Du die Tabelle dreh'n!
16. September 2010
Für mich beginnt gleich schon das Wochenende. Morgen habe ich frei, weil ich am Vormittag zur Geschäftsstelle der SG
möchte, um ein paar Dinge zu klären. Bei den Öffnungszeiten habe ich eigentlich keine andere Möglichkeit, als mir
einen Tag frei zu nehmen. Danach werde ich dann wohl noch meinen Großvater im Krankenhaus besuchen, bevor ich am
Nachmittag zum Training gehe.
15. September 2010
Gestern habe ich weitere Kommentare zu meiner Veröffentlichung von meinem Chef bekommen. Jetzt ist der Ball wieder bei
mir und ich bin damit beschäftigt, die Sortierung zu verbessern. Danach soll ich es noch ein wenig erweitern. Das heißt
dann, dass ich mir noch ein paar neue Bildchen und die dazu passende Diskussion einfallen lassen muss. Und ich muss
natürlich noch entscheiden, an welcher Stelle diese Argumentation am besten in den Fluß passt. Naja, wenigstens geht es
jetzt wieder weiter voran damit, auch wenn ich das Gefühl habe, dass immer noch mehr dazu kommt und ich nie fertig
werde mit dem Artikel.
14. September 2010
Heute Abend war ich in Suderwich. Die dritte Verwaltungsratsitzung der SG Suderwich in diesem Jahr stand an und als Leiter der Radsportabteilung musste ich dorthin. Viel gab es nicht zu besprechen, dafür waren aber alle Punkte wichtig. Auch die Gespräche vor und nach der Sitzung waren wieder einmal wichtig. Die AGs der Gesamtschule werden bald wieder beginnen und wir mussten dafür noch kurz unsere Trainingszeit angeben, die wir für die AG vorgesehen haben. Außerdem findet am kommenden Wochenende ein Erstehilfelehrgang statt, an dem ich teilnehmen werde, um den Schein für meinen Trainerschein zu bekommen. Die letzten Details zu diesem Lehrgang habe ich mir dann heute auch noch eben sagen lassen. Ich gehe nicht als einziger Radballer dorthin, sondern einer unserer Nachwuchsspieler kommt mit. Felix kann den Schein gut gebrauchen für seinen Führerschein und ich bin froh, wenn ich weiß, dass wieder ein ausgebildeter Ersthelfer mehr in der Halle ist. Bisher haben wir zwar noch keine Erstehilfe beim Training gebraucht, ich möchte aber trotzdem für diesen Fall möglichst gut vorbereitet sein.
12. September 2010
Die Bücherverbrennung gestern ist doch ausgefallen, zumindest vorläufig, wie der Pastor sagte.
Ich habe mein Wochenende mit meinen Eltern verbracht. Am Freitag war ich mal wieder beim Training und am Samstag haben wir dann mal wieder einen Familienausflug in den Gelsenkirchener Zoo "Zoom" gemacht. Das Wetter war gestern noch einmal extrem gut, vielleicht zum letzten Mal in diesem Sommer. Das haben wir gerne ausgenutzt. Genau wie viel zu viele andere Leute. Dementsprechend war der Zoo ein wenig zu voll für meinen Geschmack. Egal, ich habe auch so noch einige ganz nette Fotos hinbekommen. Heute Mittag habe ich dann meinen Großvater im Krankenhaus besucht. Danach habe ich noch ein paar Kleinigkeiten für den Sportverein zusammen mit meinem Schriftführer (meinem Vater) erledigt. Jetzt bin ich wieder zurück in Dortmund und bereite mich so langsam mal auf die neue Woche vor.
10. September 2010
Meine Erkältung ist praktisch weg, meine Atemwege sind wieder frei. Das verdanke ich einem nahöstlichen
Naturheilverfahren, auch wenn ich das nicht absichtlich getan habe. Der Uni-Falafel ist nämlich endlich wieder offen
und ich habe gestern endlich mal wieder einen guten Döner essen können. Der Döner-Wirt meinte es dann auch gut mit mir
und hat mir ordentlich Anti-Stress auf den Döner gepackt. Anti-Stress ist seine eigene, extrem scharfe Gewürzmischung.
Seitdem sind meine Atemwege wieder frei und auch meine Tränenkanäle wurden mal wieder gut durchgespült.
Mit freier Nase konnte ich endlich mal wieder durchschlafen in der letzten Nacht und dementsprechend fiel mir auch heute
morgen das frühe Aufstehen relativ leicht. Seit halb acht bin ich jetzt schon am Nordcampus. Ich habe mir ein Brötchen
in der Galerie geholt und danach direkt meine Frühschicht an der Beamline begonnen.
nochmal 9. September 2010
Übermorgen, also am 11. September wollen in Florida ein paar religiöse Fanatiker den Koran verbrennen. Sofort kam mit
dabei das Zitat von Heinrich Heine in den Sinn: "Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen."
Dieses Zitat wird gerne in Verbindung gebracht mit der späteren Bücherverbrennung der Nazis. Aber die Wikipedia verrät,
in welchem Zusammenhang Heine diesen berühmten Satz ursprünglich veröffentlichte. Und ich muss sagen, in diesem
aktuellen Zusammenhang passt der Ausspruch besonders gut. Das Zitat kommt vor in der Tragödie Almansor, die 1823
erschien. Er bezieht sich darin auf eine Verbrennung des Korans während der Eroberung Granadas durch christliche Truppen
unter dem inquisitorischen Kardinal Mateo Ximenes des Cisneros 1499/1500. In der Tragödie sprechen Almansor und Hassan
über diese Verbrennung.
Amlansor:
Wir hörten daß der furchtbare Ximenes,
Inmitten auf dem Markte, zu Granada -
Mir starrt die Zung im Munde - den Koran
In eines Scheiterhaufens Flamme warf!
Hassan:
Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
Ich zitiere hier aus dem Wikipediaartikel zur Bücherverbrennung.
Vielleicht sollten die Fanatiker in Florida neben der Bibel auch mal andere Bücher lesen. Man muss ja nicht jeden
Blödsinn der Geschichte beliebig oft wiederholen.
9. September 2010
Die Geburtstagsfeier gestern war wirklich gut. Alexander ging schlafen, bevor es für uns Abendessen gab. Er hatte schon
vorher seine Mahlzeit bekommen in der Annahme, dass er noch kein großer Fan von Kartoffelsalat und Schweinebraten ist.
Die Annahme stimmt wohl auch, denn Alexander hat nicht protestiert. Auch nach dem Essen blieben alle noch gemütlich am
Tisch sitzen und es wurde so richtig lustig, aber nicht wirklich spät. Heute müssen ja alle wieder arbeiten. Trotzdem
hat sich wohl niemand gelangweilt und auch Alexander ist vom lauten Lachen nicht aufgewacht. Damit war es eine rundum
gelungene kleine Fete.
Ich war mit meinem eigenen Wagen da und habe mich deshalb an das alkoholfreie Clausthaler gehalten. Im Gegensatz zum
Jever-Fun kann man das sogar wirklich trinken, ohne sich bei jedem Schluck zu schütteln.
8. September 2010
Mein kleiner Bruder wird heute dreißig Jahre alt! Ab jetzt kann man ihm also auch nicht mehr trauen und ich fühle mich so richtig alt. Mein dreißigster Geburtstag war ja ein kleiner Schock für mich, aber ich konnte mich damit trösten, dass ich wieder ein Jahr näher an der Rente bin. Heute springt nichts zählbares für mich heraus, nur die Erkenntnis, dass auch mein kleiner Bruder schon alt ist.
Heute Abend findet bei ihm zu Hause seine Geburtstagsfeier mit der Familie statt. Ich gehe aber mal davon aus, dass Alexander ihm die Show stehlen wird. Er ist nämlich noch mehr als neunundzwanzig Jahre von seinem dreißigsten Geburtstag entfernt und schon alleine deshalb niedlich und süß. Tut mir leid für Dich, Jens.
7. September 2010
Heute möchte ich mal ein paar Gedanken zum Thema "Studierende fahren mit der H-Bahn" loswerden. Diese Ideen hatte ich
schon länger, aber irgendwie habe ich mich bisher noch nicht so richtig darüber ausgelassen. Erst heute nervte mich
das Verhalten der Kommilitonen stark genug.
Ich bin heute Morgen wie fast jeden Morgen mit der H-Bahn zum Nordcampus gefahren. Die Fahrt selbst ist relativ
langweilig, aber das Ein- und Aussteigen ist immer wieder zum Kopfschütteln. Die H-Bahn hat rundherum Fenster und auch
die Haltestellen sind verglast. Man sieht also deutlich, dass sich in der Bahn, die sich nähert, bereits Leute
aufhalten. Man kann davon ausgehen, dass die meisten aussteigen werden, insbesondere an den Endhaltestellen der Bahn.
Ein intelligenter Mensch, der in diese Bahn einsteigen möchte, würde sich also nicht zwingend direkt vor die Tür
stellen, aus der die Fahrgäste aussteigen werden. Studierende hingegen bilden einen Halbkreis direkt vor der Tür. Den
Sinn davon habe ich noch immer nicht verstanden, obwohl ich schon so lange mit der H-Bahn fahre. Ich habe es auch noch
nie erlebt, dass der Halbkreis so stehen bleiben konnte. Immer müssen ein paar Leute zur Seite gehen, damit die
ankommenden Studierenden aussteigen können. Das hält die Kommilitonen aber irgendwie nicht davon ab, bei der nächsten
Gelegenheit wieder einen Halbkreis vor der Tür zu bilden. Wird das wirklich mal die Bildungselite der Zukunft?
Dabei dauert der Passagierwechsel auch so schon lange genug. Aufgrund der Geschwindigkeit und Zielstrebigkeit, mit der
sich Studierende bewegen, lassen sich ihre Bewegungen mathematisch am besten als Diffusion beschreiben. Dieses Phänomen
läßt sich auch immer wieder in der Mensa beobachten. Auf den Treppenstufen staut es sich und alleine durch den Druck
der nachfolgenden Studierenden bewegt sich der Strom halbwegs zielgerichtet weiter. Direkt am Eingang der Mensa, wenn
der Gang übergeht in eine Halle, setzt wieder die Diffusion ein, wenn überhaupt. Die meisten Studierenden bleiben dort
erst einmal stehen und schauen sich um. Jeden Tag. Sie sehen von dort auch jeden Tag das gleiche. Trotzdem bleiben sie
jeden Tag dort stehen und sehen sich um. Die weiteren Bewegungen lassen sich dann wieder am Besten über die
Diffusionsgleichungen beschreiben. Ich warte nur noch auf den Tag, an dem ein wirklich hungriger Student einfach mal
einen Kommilitonen beißt, der wieder einmal sinnlos am Eingang im Weg herumsteht.
5. September 2010
Ich habe die Arbeit jetzt gelesen, mein Wochenende kann beginnen. Das ist gut, denn jetzt ist ja auch schon Sonntagmittag.
4. September 2010
Gestern war ich doch nicht beim Training. Als ich in Suderwich ankam, hatte ich Kopfschmerzen. Eine Aspirin hatte nicht geholfen und so habe ich mich nur kurz in der Sporthalle sehen lassen, um ein paar Dinge mit meinem Jugendleiter zu besprechen. Danach habe ich es mir bei meinen Eltern auf dem Sofa bequem gemacht. Die vergangene Woche war wohl doch anstrengender, als ich eigentlich gedacht hatte. Heute Morgen geht es mir wieder gut.
Nach dem Frühstück habe ich mich wieder auf den Weg nach Dortmund gemacht. Ursprünglich war das nicht so geplant, aber ich habe an diesem Wochenende einfach zu viel zu tun, um zu faulenzen. Ich muss noch den größten Teil einer Vorversion einer Diplomarbeit lesen. In der letzten Woche habe ich das einfach nicht hinbekommen und ich fürchte, dass ich auch in der nächsten Woche während der Strahlzeit nicht wirklich die Ruhe und Konzentration dazu finden werde. Also bleibt mir nix anderes als Wochenendarbeit übrig. Auf geht's!
1. September 2010
Meine Strahlzeit ist jetzt vorbei. Die Kollegen aus Jülich sind wieder auf dem Heimweg und jetzt bereitet eine unserer
Diplomandinnen ihre Experimente vor. Das, was wir eigentlich geplant hatten, funktionierte nicht, weil sich die Probe,
die bestellt worden war, als vollkommen unbrauchbar herausgestellt hatte. Aber zum Glück haben wir genügend Leute in der
Arbeitsgruppe und so fand sich schon jemand, der die Strahlzeit gebrauchen kann. Ich habe mich gegen fünf verabschiedet.
Nach diesen drei Tagen Messzeit bin ich jetzt absolut platt. Jetzt werde ich zusehen, dass ich morgen wieder fit bin, um
meine Kollegen zu unterstützen. Das sollte klappen.
Vor genau fünf Jahren habe ich übrigens dieses Online-Tagebuch begonnen. Damals hatte ich nicht gedacht, dass ich es so lange führen werde. Mal sehen, wie lange es mir noch Spaß macht.