Das war der Oktober 2010
28. Oktober 2010
Nach einem halbwegs frühen Feierabend habe ich heute den Friseur meines Vertrauens aufgesucht. Jetzt habe ich die Haare wieder kurz (diesmal deutlich kürzer als beim letzten Mal) und rieche, als ob ich aus einer Kneipe komme. Also so, als ob ich früher aus einer Kneipe gekommen wäre, denn mittlerweile herrscht in den meisten Kneipen Rauchverbot. In Friseursalons gilt das allerdings nicht. Wenn ich das nächste Mal einen Haarschnitt brauche, werde ich wieder zusehen, dass ich morgens zum Friseur gehen. Dann wird dort nämlich noch nicht soviel geraucht.
nochmal 27. Oktober 2010
Im Moment hat mir die T-elekom das BigTV-Paket freigeschaltet als Lock- und Werbeaktion. Ich habe jetzt noch mehr Fernsehkanäle. Die meisten davon interessieren mich allerdings gar nicht. Sobald der kostenlose Monat um ist, werde ich dieses Paket auch nicht weiter verlängern. Nur die Sportsender werde ich wohl weiterhin abonnieren. Das kostet nicht allzu viel und ich bekomme dann auch weiterhin den Sender ESPN America. Dort wird CollegeFootball, die NFL und auch die NHL übertragen. Und solch ein NHL-Spiel habe ich mir gerade angeschaut. Die Vancouver Canucks haben in der ersten Minute der Verlängerung die Colorado Avalanche bezwungen. Ein großartiges Spiel! Ich denke, ich werde in Zukunft viel öfter Eishockey schauen.
27. Oktober 2010
Der PHD Comic von heute spricht mich irgendwie sehr direkt an. Ich bin offensichtlich nicht der einzige Doktorand, der solche Erfahrungen macht.
25. Oktober 2010
Die Woche fing heute Morgen für mich an mit mühsam unterdrückten Aggressionen. Ich stieg am Nordcampus aus der H-Bahn,
vor mir ging eine Studentin her. Direkt im Ausgang aus der Haltestelle stand ihr Freund, den ich natürlich nicht als
ebendiesen erkannte. Den Zusammenhang habe ich erst festgestellt, als die Studenten direkt vor mir, mitten im Weg,
stehen blieb, um ihn zu küssen. Ich konnte den Zusammenstoß noch gerade eben verhindern, praktisch instinktiv. Danach
habe ich mich geärgert, gebremst zu haben. Stattdessen hätte ich sie mit den Köpfen zusammenknallen sollen! Warum muss
diese unhygienische Begrüßung mitten im Weg stattfinden? Zum Glück für die beiden bin ich ein sanftmütiger Mensch,
besonders montags morgens, gefühlte zwei Stunden vor Sonnenaufgang.
21. Oktober 2010
Der Plan von gestern musste doch nicht mehr groß geändert werden. Meine Spätschicht läuft. Heute ist das ganz angenehm.
Die meiste Arbeit macht der Computer und ich muss nur etwa jede Viertelstunde mal schauen, ob noch alles so läuft wie
es soll. Hin und wieder muss ich mal ein paar Knöpfe drücken, aber das war es dann auch schon. Diese Arbeit stört nicht
so wirklich beim Fußballschauen. Heute spielt der BVB gegen Paris St. Germain und ich schaue mir die Übertragung im
Kontrollraum auf einem der großen Monitore an. So lasse ich mir meine Spätschichten gefallen.
20. Oktober 2010
Die Messzeit in dieser Woche läuft nicht so wirklich gut. Damit ein Experiment mit Synchrotronstrahlung funktionieren
kann, müssen drei empfindliche Komponenten gleichzeitig problemlos laufen: Der Beschleuniger, das Strahlrohr und das
Experiment. In dieser Woche machen alle drei Komponenten unserer Diplomandin das Leben zur Hölle. Der Beschleuniger
macht immer wieder Zicken, sowohl bei den Injektionen als auch bei der Stabilität. In der Beamline sind auch schon
Komponenten ausgefallen und mussten ersetzt werden. Und auch das Vakuum in der Experimentierkammer lässt zu wünschen
übrig. Die Probe selbst scheint auch nicht so ganz das zu machen, was von ihr erwartet wird. Alles in allem ist das
ziemlich deprimierend.
Zum Glück sind das nicht meine Experimente und so bin ich nur indirekt betroffen. Heute bleibe ich relativ lange hier,
um kleinere Fehler zu beheben und vor allem, um moralisch zu helfen. Morgen werde ich dann abends die Messungen selbst
übernehmen, um unsere Diplomandin zu entlasten. Zumindest ist das heute der Plan und der kann sich bis morgen noch ein
paar Mal ändern.
nochmal 18. Oktober 2010
Meine Meinung ist jetzt auch durch einen Versuch untermauert: Der Bachelor ist kein wirklich berufsqualifizierender
Abschluss, zumindest nicht für Experimentalphysiker. Das Praktikum geht morgen weiter.
18. Oktober 2010
Mein Arbeitstag ist noch längst nicht vorbei und ich bin schon richtig fleißig gewesen. Heute Morgen habe ich um neun
und um zehn meine beiden Praktikumsversuche gestartet. Das sind jetzt die ersten Master-Studenten, die ich zu betreuen
habe. Ich bin dementsprechend auch mal gespannt, was ich von fertigen Bachelors erwarten kann im Fortgeschrittenen
Praktikum. Die Versuche sollten ein wenig schwieriger gemacht werden und deshalb habe ich mir gestern Abend noch neue
Aufgabenteile einfallen lassen müssen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Aufgaben prinzipiell lösbar sind, aber ob
das auch ein Master-Studend schafft, werde ich heute Abend irgendwann sehen. Gemäß Anweisung der Praktikumsleitung lasse
ich die Studenten auch ziemlich alleine experimentieren. Bisher haben sie mich auch noch nicht angerufen und um Rat
gefragt. Das ist schon mal ein gutes Zeichen, denke ich. Ob sie auch wirklich sinnvoll experimentieren, werde ich
dann irgendwann heute Abend sehen, wenn ich das Antestat geben soll.
Außerdem habe ich heute den ersten Entwurf für eine Beitragseinreichung für die DPG-Frühjahrstagung 2011 in Dresden
gemacht. Der Plan ist, dass ich einen Beitrag einreiche und einer unserer Diplomanden als Co-Autor dann die Reise nach
Dresden gefürdert bekommt, während ich schön im Ruhrgebiet bleibe. Auch hier bin ich mal gespannt, ob das was wird oder
ob ich dann im März doch nach Sachsen muss.
15. Oktober 2010
Gestern Abend habe ich die restlichen Anmerkungen zu meinem Manuskript bekommen. Die Korrekturen baue ich aber erst
nächste Woche ein. Der Chef ist dann sowieso nicht da und ich werde genügend Zeit haben. Ich werde heute aber schon mal
damit anfangen, meine Bilder so zu verändern, wie er es gerne hätte. Danach kann das Wochenende beginnen.
Ich fahre heute nicht nach Suderwich, sondern bleibe in Dortmund. Zum Training kann ich sowieso noch nicht, weil mein
Fußgelenk noch geschwollen ist und manchmal noch ein wenig weh tut. Außerdem findet morgen ein
Zwischen-Brötchen-und-Borussia-Vortrag statt, den ich mir anhören werde. Dann ist es besser, wenn ich direkt hier
bleibe und erst morgen nach dem Vortrag fahre. Zum Mittagessen bin ich dann bei meinen Eltern, also genau zur richtigen
Zeit.
13. Oktober 2010
Alle Anmerkungen vom Chef habe ich gestern eingebaut. Danach bin ich einen Döner essen gegangen und anschließend direkt
zum Listentreffen. Um kurz nach sieben war ich gestern Abend dann zu Hause. Mein Fußgelenk war wieder schön
angeschwollen, aber das legte sich nach kurzer Zeit auf dem Sofa. Heute Morgen ist der Knöchel kaum noch dick und ich
bin schon wieder früh im Büro. Hier wurde ich mit der Nachricht empfangen, dass mein Chef Probleme an seinem Auto hat
und die Gruppenbesprechung deshalb um eine nicht näher spezifizierte Zeitspanne verschoben wird. So fängt der Tag doch
wirklich gut an.
12. Oktober 2010
Den Arbeitstag gestern habe ich halbwegs kurz gehalten, um möglichst lange meinen Fuß hochzulegen. Mein Chef war
gestern sowieso nicht an der Uni und ich hatte deshalb auch nicht allzu viel zu tun. Heute ist der Chef wieder da und
hat mir den Teil meines Skripts zurück gegeben, in den er gestern seine Anmerkungen geschrieben hatte. Die erste Hälfte
kann ich damit jetzt weiter verbessern und habe also wieder was sinnvolles zu tun, das mich meinem Titel näher bringt.
10. Oktober 2010
Die Beisetzung am Samstag habe ich mit Voltarensalbe und -tabletten körperlich ganz gut verkraftet. Die Trauerfeier war gut besucht und auch gut organisiert. Sie war so schön wie eine Beerdigung nur sein kann. Den Nachmittag und Abend habe ich in Ruhe bei meinen Eltern verbracht, immer noch ein wenig traurig und mit dem Fuß hochgelegt. Heute haben meine Eltern mich dann wieder nach Eichlinghofen gebracht. Auf dem Weg dorthin sind wir noch gut Essen gewesen. Jetzt bin ich wieder zurück in meiner Bude und lege den Fuß wieder hoch. Im Moment schmerzt er nicht, ist aber schön dick und farbenfroh. Mal schauen, wie mir morgen die Arbeit bekommt.
8. Oktober 2010
Notgedrungen habe ich heute schon Wochenende. Auf dem Weg nach Hause bin ich gestern kurz vor meiner Haustür umgeknickt. Der rechte Knöchel ist geschwollen und tut ordentlich weg. Laufen geht überhaupt nicht gut und Autofahren will ich so auch nicht. Also sitze ich zu Hause. Eben habe ich mit meiner Mutter telefoniert. Meine Eltern holen mich heute Nachmittag irgendwann nach Suderwich. Und ausgerechnet heute sponsort mein Chef ein Grillfest. So ein Mist!
6. Oktober 2010
Der Vorlesungsstart rückt immer näher. Die neuen Erstis sind zum größten Teil schon da und hören sich die Vorkurse an.
Auch die meisten Fachschaften sind mit ihren Ersti-Veranstaltungen aktiv. Der ganze Campus erinnert an einen
Kindergeburtstag: viel zu junge Leute machen alberne Spielchen. Morgen folgen dann die Spielchen der Fachschaft Physik
im Rahmen ihrer Campus-Rally. Im Anschluss daran soll das Ersti-Grillen stattfinden, zu dem die Fachschaft wie jedes
Jahr auch die höheren Semester einlädt. Im letzten Jahr hatten wir von der (anw.) noch Bier gespendet, in diesem Jahr
haben wir das nicht vor.
Heute war die Innovations-Ministerin an der TU Dortmund. Sie schaut sich jetzt zu Beginn ihrer Amtszeit wohl alle
Hochschulen in NRW an. Das Gespräch mit dem Rektorat und das anschließende Gespräch mit Studierendenvertretern fand im
DELTA-Seminarraum statt. Danach bekam sie eine kurze DELTA-Führung. Ich war an der Beamline 5, die vom FZ Jülich
betrieben wird. Dort war nur ein Kollege aus Jülich und der kann nicht genügend Deutsch, wie er meinte. Allerdings kam
die Ministerin gar nicht bis dahin. An unseren Beamlines kam sie aber tatsächlich vorbei und dort war auch praktisch der
gesamte Rest der Arbeitsgruppe versammelt. Auch die Kollegen vom Tunnelmikroskop waren heute ausnahmsweise an die
Beamline bestellt worden.
4. Oktober 2010
Gestern Abend verstarb mein Großvater.
2. Oktober 2010
Und wieder ein Jahr näher an der Rente! "Wieder ein Jahr älter" klingt mir zu negativ.
1. Oktober 2010
Heute beginnt mein siebzehntes Hochschulsemester. Ich hoffe wirklich, dass es auch mein letztes ist.