Das war der November 2010
30. November 2010
In dieser Woche steht bei DELTA Maschinenphysik auf dem Plan. Das heißt, dass die Beschleunigerphysiker ihre
Experimente durchführen und wir Nutzer eigentlich nicht messen. Aber meistens nutzen die Kollegen der Beschleunigerei
die Nächte nicht und so kommen wir dann doch noch zu zusätzlicher Strahlzeit. In dieser Woche will Frank ein paar
Messungen durchführen, um seine Strahlzeit nächste Woche vorzubereiten. Ulf ist in Berlin und ich bin deshalb der
Beamlinescientist vom Dienst. Dementsprechend war ich dann gestern Abend gegen halb zehn wieder bei DELTA und habe
Frank beim Beginn seines Experiments geholfen. Ich habe zunächst einmal kurz überprüft, ob die Strahllage halbwegs
passt und ob die Intensität soweit brauchbar ist. Das war in Ordnung und danach haben wir noch kurz die
Experimentierkammer nachjustiert, um optimal im Strahl zu sein. Um kurz nach elf konnte ich mich dann wieder
verabschieden und Frank hat alleine weiter experimentiert. Ich war mit dem Auto bei DELTA, weil ich keine Lust hatte,
mit meiner Erkältung durch die kalte Nacht zu wandern. Das Fahren hat allerdings auch nur begrenzt Spaß gemacht. Zwei
Mal hatte ich den Wagen wegen der Glätte nicht voll unter Kontrolle. Aber es ist nichts passiert, weil ich ihn immerhin
noch halbwegs im Griff hatte und die Straßen hier in Uni-Nähe nachts ziemlich frei sind.
Heute bin ich dann wieder ohne Auto zur Uni gekommen. Ich hatte keine Lust, mein Auto wieder auszugraben, und der kurze
Spaziergang durch die frische Luft tat ganz gut.
29. November 2010
Es schneit. Und der weiße Mist bleibt auch noch liegen. Draußen ist alles eklig tief verschneit.
Am Wochenende war ich in Stuttgart und habe mir wie angekündigt die Weltmeisterschaft im Hallenradsport angeschaut.
Freitag musste ich noch das Training in Suderwich leiten und so konnte ich erst am Montagmorgen losfahren. Die Straßen
waren frei und das Wetter hat mich auch noch nicht geärgert. Ich habe nur gute vier Stunden für den Weg zu meinem Hotel
gebraucht. Von dort konnte ich zur PorscheArena laufen, wo die WM stattfand. Es wurde ganz großartiger Sport geboten
und auch das Drumherum ließ keine Wünsche offen. Ich habe eine Menge Bekannte getroffen und irgendwie das Gefühl, die
meisten Leute dort schon mal gesehen zu haben. Es stimmt halt doch: Die Hallenradsportler sind wie eine große
Familie.
Im 2er Kunstradfahren gingen die Gold- und Silbermedaillen an Deutschland, sowohl bei den Frauen als auch in der
offenen Klasse. Im 1er Kunstradfahren der Männer gingen ebenfalls die Gold- und Silbermedaille an die beiden deutschen
Starter. David Schnabel siegte sogar mit einem neuen Weltrekord. Während seiner Kür erhöhte er an der einen oder
anderen Stelle noch einmal die Schwierigkeiten und bekam zusätzliche Punkte. Am Ende hatte er nur 0,2 Punkte weniger
als er ursprünglich eingereicht hatte. Bei einer erreichten Punktzahl von 206,57 Punkten ist das schon bemerkenswert.
Ebenfalls mit einem Weltrekord holte sich die deutsche 4er Mannschaft den Titel. Die einzige suboptimale Ausbeute im
Kunstradfahren kam beim 1er der Frauen zustande. Hier sicherte sich Denise Boller aus Österreich den ersten Platz vor
den beiden deutschen Starterinnen. In allen Kunstraddisziplinen außer im 4er waren jeweils höchstens zwei Starter pro
Nation zugelassen, wobei die Chinesen aus Tradition einen Sonderstatus hatten. Ihre Fahrer gingen für Macao,
Hong-Kong oder Shanghai an den Start, "allgemeine Chinesen" waren nicht dabei.
Im Radball war jeweils nur eine Mannschaft pro Nation am Start. In der A-Gruppe gewann Deutschland die Vorrunde und
damit war die Medaille schon mal sicher. Die Schweiz als Vorrundenzweiter besiegte im ersten Zwischenrundenspiel die
Mannschaft aus Belgien, die in der Vorrunde fünfter wurde. Bei einem Sieg wären die Belgier ins Halbfinale eingezogen,
so aber schieden sie aus. Im zweiten Zwischenrundenspiel traf der dritte, Tschechien auf den vierten, Österreich. Die
Österreicher konnten den 1:2 Rückstand zur Halbzeit noch drehen und siegten mit 4:2. Tschechien war damit ausgeschieden.
Frankreich als letzter der Gruppe A musste gegen den Sieger der B-Gruppe um den Verbleib in der A-Gruppe spielen. Die
Franzosen besiegten Rumänien halbwegs klar mit 3:0 und so bleibt die Zusammensetzung der A-Gruppe auch im nächsten Jahr
erhalten.
Im ersten Halbfinale besiegte Deutschland die Schweiz mit 3:2 und stand damit im Finale. Die Schweiz hatte noch eine
zweite Chance und musste im zweiten Halbfinale gegen Österreich antreten. Am Ende unterlag Österreich knapp mit 0:1 und
somit wurde das Endspiel des Vorjahres praktisch wiederholt. Im letzten Jahr siegte die Schweiz, aber gestern konnte
die deutsche Mannschaft das Endspiel mit 3:1 gewinnen. Damit ist Deutschland einmal mehr Weltmeister im Radball! Die
ausverkaufte PorschArena bebte.
Gegen zehn Uhr am Abend war ich wieder zurück im Ruhrgebiet. Ich habe zunächst zwei Sportkollegen nach Hause gebracht,
bevor ich noch kurz bei meinen Eltern herumgefahren bin. Nachdem ich mir die Grundverpflegung an Wurst und Brot
eingepackt hatte, bin ich dann nach Dortmund gefahren. Zum Glück habe ich nicht in Suderwich übernachtet, denn sonst
hätte ich heute morgen viel Spaß im Berufsverkehr gehabt, der hier im Ruhrgebiet besonders unangenehm wird, wenn ein
paar Schneeflocken in der Luft sind.
25. November 2010
Weihnachten steht offenbar kurz bevor. Ich war gestern zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Weihnachtsmarkt. Nach
dem UserMeeting bin ich mit einem Kollegen aus meinem Büro und ein paar Beschleunigerleuten in der Dortmunder
Innenstadt gewesen. Der Glühwein kostet in diesem Jahr zwei Euro und ist süß wie immer. Das Wetter lädt auch ein zum
Glühweintrinken, denn im Vergleich zum letzten Jahr ist es wirklich kalt. Ich habe jetzt auch wieder das Innenfutter in
meiner Jacke. Ich bin mal gespannt, ob der erste Schnee hier im Ruhrpott noch vor Weihnachten fällt. (Von mir aus kann
der Schnee in diesem Winter auch ganz ausfallen.)
24. November 2010
Der Vortragsblock, für den ich zuständig war, liegt nun hinter mir. Im ersten Block konnte noch schön alles auf deutsch
diskutiert werden. Pünktlich zu meinem Block kamen dann aber die englisch-sprachen Nutzer an und es ging weiter auf
englisch. Aber das war jetzt auch nicht das große Problem. Ich musste insgesamt nur fünf Minuten Verspätung hinnehmen,
was für so eine Veranstaltung ganz gut ist, denke ich. Auch die Diskussionen liefen soweit ganz gut und ich musste
keinen der Joker ziehen, die ich gestern genannt hatte. Jetzt ist erst einmal Mittagspause und danach geht es weiter
mit der Postersitzung, also Kaffee trinken und Kekse essen.
23. November 2010
Das Wochenende war zu kurz, um mich wieder komplett zu erholen, und so kam es, dass ich gestern praktisch krank war.
Morgens bin ich nicht aus dem Bett gekommen, hatte Kopfschmerzen und den ganzen Tag lang haben meine Augen gebrannt wie
nach einer Nachtschicht. Ich war deshalb nur kurz am DELTA und habe den restlichen Tag zu Hause auf dem Sofa verbracht.
Heute geht es mir wieder soweit gut und ich bin wieder richtig arbeitsfähig. Das ist auch gut so, denn heute und morgen
habe ich wieder wichtige Dinge zu tun, während ich gestern nicht viel verpasst habe. Ich hoffe nur, dass ich mir jetzt
keine Erkältung einfange, denn das könnte ich im Moment gar nicht gebrauchen. Besonders morgen wäre es schon praktisch,
wenn ich meine Stimme gebrauchen könnte. Dann findet nämlich das DELTA User-Meeting statt und ich soll den Vorsitz
(int. Chair) bei der zweiten Sitzung von Vorträgen halten. Das heißt, dass ich dann die Sprecher aufrufen und kurz
vorstellen muss, sowie für die Einhaltung der Redezeit zuständig bin. Die anschließende Diskussion muss ich dann
ebenfalls leiten und Fragen stellen, wenn sonst niemandem etwas zu dem Vortrag einfällt. Besonders bei schlechten
Vorträgen kommt es vor, dass niemand eine Frage hat, und diese Peinlichkeiten muss der Chair dann überspielen. In der
Zeit von 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr soll ich fünf kurze Vorträge mit den dazugehörigen Diskussionen über die Bühne
bringen. Da wäre es schon von Vorteil, fit zu sein und sprechen zu können. Ob das Ganze auf deutsch oder englisch
stattfindet, hängt dann vom Auditorium ab. Wahrscheinlich wird die Sitzung aber mal wieder auf englisch stattfinden.
Wie auch immer, ich werde jetzt dann mal die eingereichten Vorabinformationen lesen, um mir ein paar Notfallfragen zu
überlegen. Beliebte Joker sind:
- Bei welcher Temperatur wurde gemessen? (der einfachste Joker)
- Warum wurde das Experiment bei dieser Strahlenergie durchgeführt? (führt gerne zu Verlegenheit beim Sprecher)
- Geht das auch mit XPD? (der Chuck-Joker)
19. November 2010
Der frühe Feierabend gestern hatte auch einen gravierenden Nachteil. Ich hatte mal wieder Zeit zum Fernsehen und habe
mir die Tagesthemen angeschaut. Eigentlich ist das ja ein Vorteil, hatte ich gedacht, und mich mal wieder auf
Nachrichten gefreut, die ich vorgelesen bekomme und nicht selbst lesen muss. Doch dann kam ein Kommentar zum neuen
Aktionismus gegen die Terrorbedrohung noch in diesem Monat. Der Kommentator (es war Rainald Becker vom SWR)
sagte:
"Was Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bürger angeht, sollten wir uns an den USA orientieren. Telefonüberwachung,
Onlinedurchsuchung, Datenspeicherung und ab und zu ein Fingerabdruck, das ist kein Teufelszeug. Wer das nicht will, kann
sich ja zuhause hinter dem Ofen verkriechen."
Das Zitat hat jemand anderes aus dem Kommentar heraus geschrieben, aber der Kommentator hat es wirklich so gesagt. Ich
habe mir den entsprechenden Ausschnitt gerade noch einmal im Internet angeschaut. Dabei sah der Kommentator nicht so
aus, als meinte er das als Satire! Mir ist echt schlecht geworden, als ich das gehört hatte.
18. November 2010
Es ist gerade einmal zwanzig Uhr und ich habe schon Feierabend! Die Messungen für diese Woche sind erledigt und den
halben Tag Messzeit morgen braucht der Nutzer nicht mehr.
17. November 2010
Es ist kurz nach vier am Nachmittag und draußen ist es schon wieder dunkel. Die Sonne habe ich gestern nur gesehen, als
ich auf dem Weg zur Mensa war und heute wäre es mir im Prinzip genauso ergangen. Deshalb habe ich nach dem Mensabesuch
noch einen kleinen Abstecher zur Sparkasse gemacht, nicht nur um Geld zu holen, sondern natürlich vor allem, um die
Sonne länger zu sehen. Durch die dicken Wolken war das nicht ganz leicht, aber immer noch besser als nix. Neues Geld
musste ich mir holen, weil ich gestern die Kaffeerechnung für den Kaffee, den ich im vergangenen Monat am DELTA
getrunken hatte, bezahlen musste. Mittlerweile bekomme ich auch schon Mengenrabatt, obwohl es immer noch zwei, drei
Kollegen hier gibt, die mehr Kaffee trinken als ich.
So, das war mein Eintrag für heute. Ich hole mir jetzt noch nen Kaffee und geh wieder an die Beamline, weitermessen.
16. November 2010
Mein Tag begann heute mal richtig früh für meine Verhältnisse. Ich betreue in dieser Woche einen externen Nutzer an
unserer Beamline und deshalb sollte ich schon um acht am DELTA sein. Seitdem laufen die Messungen wieder. Wann ich dann
heute Abend Feierabend machen werde, weiß ich noch nicht. Es wird aber sicherlich spät werden.
Hier ist der Link zur Seite der Hallenradsport WM. Um eine
reibungslose Fahrt nach Stuttgart wahrscheinlicher zu machen, ist mein Auto in dieser Woche in der Werkstatt. Ich lasse
den Steinschlag in der Windschutzscheibe beheben. Außerdem lasse ich mir Winterreifen montieren. Ich denke, dass ist
halbwegs sinnvoll, wenn man Ende November nach Süddeutschland fahren will.
14. November 2010
Ich war gestern in Iserlohn, um mir ein Radballturnier für Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga anzuschauen. Der Waldstadtpokal wird jedes Jahr ausgespielt und ich war auch schon ein paar Mal dort. Auch in diesem Jahr hat sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt. Ich habe sehr gute Spiele sehen können und mir hat eine Trainerin aus Leeden, die mit mir zusammen die C-Trainerausbildung absolviert eine Eintrittskarte zur WM angeboten. Mit WM meine ich natürlich die WM im Hallenradsport, die Ende November in Stuttgart stattfindet. Heute Abend habe ich mich dann um ein Hotelzimmer bemüht und war nach zahlreichen Anrufen dann auch endlich erfolgreich. Die meisten Hotels rund um die Porsche-Arena sind bereits ausgebucht gewesen und so bin ich dann letzten Endes bei einem Hotel gelandet, dass laut Internetseite für mich eher wie eine Pension aussieht. Das ist mir aber egal, ich werde nur für eine Nacht bleiben. Um nicht Gefahr zu laufen, am Bahnhof des himmlischen Friedens verhauen zu werden, fahre ich lieber mit dem Auto.
11. November 2010
Bei seinem Besuch hatte Chuck seinen Rucksack bei meinem Chef in Dortmund vergessen und war ohne ihn nach Jülich
gefahren. Chuck hatte dann telefonisch mit meinem Chef vereinbart, dass er seinen Rucksack abholten würde, wenn er am
Nachmittag von Jülich auf dem Weg nach Berlin in Dortmund vorbei kommt. Ich sollte so lange auf den Rucksack aufpassen.
Soweit ist das jetzt noch keine brauchbare Geschichte und deshalb hatte ich gestern Vormittag auch noch nichts dazu
geschrieben.
Das Chaoselement kam erst am späten Nachmittag, frühen Abend. Ich erhielt gegen halbfünf einen Anruf von Chuck, in dem
er mit mitteilte, dass er sich jetzt auf den Weg machte. Gegen sechs kam der nächste Anruf, Chuck steht im Stau, wird
wohl erst gegen sieben da sein. Ich war mit den Korrekturen und Verbesserungen an meinem Skript beschäftigt und deshalb
hat mich das nicht weiter gestört. Gegen halbsieben kam dann der nächste Anruf von Chuck. Er hatte einen leichten
Unfall, war zu nah an einem Anhänger, der ihn dann gerammt hat. An seinem Leihwagen ist jetzt ein langer Kratzer und
seine Stoßtange hängt ein wenig. Er wartete auf die Polizei, es könnte später werden. Ich bin dann in den Kontrollraum
gegangen, um die Kollegen aus der Beschleunigerei zu fragen, ob sie mit mir zusammen Pizza bestellen wollten. Einer unserer Diplomanden hat sich auch eine Pizza mitbestellt und
so hatten wir genug zusammen, damit das Pizzataxi zum DELTA kommt. Das Abendessen war gesichert. Gegen acht kam dann
auch Chuck an und berichtete von einem freundlichen Polizisten. Er hatte seinen Reisepass nicht dabei (der war im
Rucksack bei mir im Büro), aber sein kalifornischer Führerschein reichte offenbar auch aus. Der Polizist wusste auch,
wo man bei einem Mietwagen die Versicherungsunterlagen zu suchen hat, und so wurde der Unfall schnell abgewickelt.
Chuck war besonders froh, dass der Unfall auf die Versicherung der Leihwagenfirma geht und nicht auf seine in
Kalifornien. Die amerikanischen Versicherer sind offenbar mit starken Beitragserhöhungen schnell bei der Hand.
Nachdem Chuck wieder auf dem Weg war, konnte ich dann auch endlich meine nicht mehr ganz so heiße Pizza aufessen und
Feierabend machen. Das NHL-Spiel, das gestern auf ESPN gezeigt wurde, hatte ich verpasst. Ich konnte mir dann aber noch
die Zusammenfassungen der anderen Spiele ansehen. Auffallend dabei ist, dass es in fast jedem Spiel es eine
Schlägerei gibt. Die Schiris stehen dann erstmal nur daneben und warten ab, bis die beiden Spieler auf dem Eis liegen.
Erst dann trennen sie sie und schicken sie auf die Strafbänke. Vorher ist das wahrscheinlich auch zu gefährlich (und zu
wenig spektakulär, schließlich muss auch die Einschaltquote stimmen).
10. November 2010
Gestern war Chuck für einen Tag in Dortmund. Der Anlass seines Besuchs war eine Sitzung des Gutachterkomitees von
DELTA. Im Anschluss an die Sitzung hat er sich noch die Zeit genommen, mit mir mein Skript durchzugehen. Jetzt habe ich
wieder einiges zu Verbessern und meine Chancen auf eine baldige Veröffentlichung des Skripts sind gestiegen. Außerdem
konnte ich ihn fragen, ob in der NFL eigentlich ausschließlich Akademiker spielen. Der typische Weg eines
Football-Spielers läuft in den USA über eine Universitätsmannschaft und die Jungs in den Unimannschaften müssen
tatsächlich jedes Semester ein paar Scheine machen, sonst sind sie nicht spielberechtigt. Somit landen in der Profiliga
tatsächlich fast ausschließlich Akademiker. Chuck meinte auch, dass die meisten wohl nur Sport oder ähnliches
studieren, aber gerade die Quarterbacks auch schon mal geistig anspruchsvollere Fächer belegten. Ich finde es
erstaunlich, dass hauptsächlich Akademiker in der Profiliga einer Sportart spielen, in der es als gute Idee gilt, Kopf
voran in Menschen zu laufen, die oft zwei Meter groß und über hundertfünfzig Kilogramm schwer sind.
7. November 2010
Es wird Winter. Heute habe ich die Kraniche ziehen sehen. Gut, dass ich mir gestern Winterschuhe gekauft habe. Ich bin also vorbereitet. Und müde genug für einen Winterschlaf bin ich auch.
5. November 2010
Dass Journalisten, insbesondere Sportreporter gerne kalauern, hat wahrscheinlich schon jeder gemerkt. Ich habe auch
schon mal im Vorlesungsverzeichnis nachgeschaut, ob die das als Vorlesung haben, bin aber nicht fündig geworden.
Entweder versteckt sich das hinter irgendeinem anderen Namen oder sie lernen nebenbei zu kalauern. Einen richtiges
Highlight in dieser Beziehung fand ich heute auf der Internetseite der Tagesschau. Der Artikel zum ARD-Deutschlandtrend,
in dem die Grünen in den Umfragen auf einem neuen Allzeithoch landen, ist überschrieben worden mit "Grüner wird's
nicht". Als großer Freund schlechter Wortspiele war damit mein Tag gerettet. Danke, Tagesschau!
4. November 2010
Seit gestern Abend ist das tu-Logo auf dem Mathetower beleuchtet und es dreht sich. Die Beleuchtung wird tagsüber
ausgeschaltet, aber die Drehung bleibt. Das Einschalten erfolgte in einem halbwegs feierlichen Akt nach einem Vortrag
der Rektorin mit dem Titel "Quo vadis TU Dortmund?". In ihrem Vortrag hat die Rektorin zusammengefasst, wo die TU im
Moment steht und wie die Entwicklung weiter verlaufen soll. Das Ganze war eher als Propaganda einzustufen, aber
trotzdem ganz nett.
Heute morgen habe ich bei der Telekom angerufen, um mein Big TV Paket wieder loszuwerden und nur noch die zusätzlichen
Sportsender zu behalten. Das klappte nicht auf Anhieb, weil der erste Call Center Typ, den ich erreicht hatte, keine
Lust hatte. Die Frau, die ich beim zweiten Anruf erreichte, war schon deutlich besser motiviert und hat dann die
Änderungen vorgenommen. Sie hat auch direkt meine Grundgebühr gesenkt, sodass ich jetzt die Sportsender unterm Strich
kostenneutral bekommen soll. Ich bin mal gespannt, ob das alles auch so klappt, wie es soll.
2. November 2010
Google Streetview kann auch nix. Der komische Vogelkäfig in Herne-West ist doch nicht verpixelt worden, obwohl der
Antrag dazu gestellt worden war, wie ich am 22. August berichtet hatte. Google ist also doch böse.
1. November 2010
Das erste Wochenende des Trainerlehrgangs liegt jetzt hinter mir. Am Freitagnachmittag ging es los zur Sportschule
Wedau, am Abend fand schon der erste Unterricht statt. Bei der Vorstellung habe ich festgestellt, dass der Lehrgang
wirklich hochkarätig besetzt ist. So sind neben vielen Kunstradfahrern aus dem Landes- und Bundeskader auch die
amtierenden Europameisterinnen im 2er Kunstradfahren mit dabei. Den Samstag haben wir dann weiter mit Theorie verbracht.
Erst am späten Nachmittag sind wir in die Halle gegangen. Der sportliche Teil wurde durch das Abendessen kurz
unterbrochen und danach ging es mit vollem Bauch weiter. Ich bin im Moment sowieso nicht so richtig im Training und so
hat mich der Sport nach dem Abendessen gut geschafft. Am Sonntag folgte dann wieder Theorie, bis nach dem Mittagessen
der erste Teil des Lehrgangs beendet war. Anfang Dezember wird es weitergehen. Dann ist auch zu erwarten, dass ich was
wirklich Neues lerne. Dieser erste Teil war ziemlich allgemein gehalten und ich hätte ihn im Prinzip auch ausfallen
lassen können, weil ich ja schon eine allgemeine C-Übungsleiter-Lizenz habe. Aber ich wollte diese Teile dann doch noch
mal wiederholt haben. Mein Übungsleiterlehrgang ist schließlich schon über zehn Jahre her. Außerdem konnte ich so die
anderen schon mal kennen lernen. Auch ohne viel zu lernen, hat mir das Wochenende insgesamt gefallen.