Das war der Januar 2012
29. Januar 2012
Der Tag gestern begann damit, dass mich die Zeugen Jehovas geweckt haben. Zum Glück haben sie mir dann nur ein wenig Propaganda hier gelassen und sind wieder weiter gezogen, als ich ihnen gesagt habe, dass ich eigentlich noch gar nicht wach bin. Nach dem Mittagessen bei den Eltern bin ich nach Sendenhorst zur Bezirksjugendhauptversammlung gefahren. Die Tagung war mal wieder schlecht besucht, es waren gerade einmal fünf bis acht Vereine vertreten, je nachdem wie man die Rollen der Vorstandsmitglieder zählen will. Im Bezirk sind über sechzig Vereine organisiert, die auch fast alle Jugendarbeit leisten. Die Berichte der Jugendleitung zeigte dann auch, dass die Jugendleiter zwar motiviert sind und Angebote für die Jugendlichen erstellen, diese aber von den Vereinen praktisch nicht angenommen werden. Das ist ein altbekanntes Problem. Bei den Wahlen fand sich kein Kandidat für das Amt des Jugendleiters und auch bei den Stellvertretern sah es nicht so richtig gut aus. Ich habe dann das geringere Übel gewählt und bin jetzt stellvertretender Jugendleiter für den Bereich Sportbetrieb. Damit ist jetzt wenigstens ein Hallenradsportler im Vorstand vertreten und ich gehe mal davon aus, dass sich durch dieses Amt auch nicht allzu viel Arbeit für mich ergibt.
Ein Verein hat seine Jugendleiterin und ihren Bruder zur Versammlung geschickt. Die beiden sind noch keine achtzehn und haben daher auch keinen Führerschein. Die Fahrt von ihrem Zuhause in Essen nach Sendenhorst war dementsprechend eine halbe Odyssee. Auf dem Rückweg habe ich die beiden mitgenommen und am Hauptbahnhof in Dortmund abgesetzt. Für mich war das ja nur ein kleiner Umweg und den Kinder hat es viel gebracht. Ich finde es bemerkenswert, dass von einigen Sportkollegen solcher Einsatz gezeigt wird, während die meisten anderen die für die Sportvereine wichtige Organisationsarbeit so vollständig ignorieren.
Ich war wieder zu Hause, als in der Sportschau das BVB-Spiel gezeigt wurde. Danach habe ich mir ein Steak in die Pfanne gehauen, ohne dabei meine gesamte Wohnung zu vernebeln, und der Abschluss des Tages wurde doch noch versöhnlich.
27. Januar 2012
Gegen zwölf Uhr hatte ich gestern in Duisburg endlich alle Leute erreicht, die ich erreichen musste. Dann konnte ich mich auf den Weg nach Dortmund machen, um dort in der Mensa zu essen. Die Duisburger Mensa ist zwar auch ganz nett, aber in Dortmund ist die Auswahl einfach besser und die Portionen sind meist größer. Danach habe ich mich am Experiment auf den neusten Stand bringen lassen, um abends dann zu übernehmen. Um zehn Uhr war aber mein Akku leer und die Cola wirkte auch nicht mehr so richtig. Da ich gerade eine Messreihe fertig hatte und die nächste noch mindestens zwei Stunden gedauert hätte, habe ich lieber Feierabend gemacht und bin nach Hause gefahren. Die zwanzig Minuten auf der Autobahn waren dann auch echt anstrengend und ich war froh, dass ich nicht noch länger gemessen hatte. Zu Hause bin ich dann auch direkt schlafen gegangen.
Heute Morgen habe ich mir Zeit gelassen, gemütlich gefrühstückt und war erst um kurz nach zehn wieder hier bei DELTA. Bei den Messungen werde ich im Moment nicht dringend gebraucht und deshalb werde ich gleich noch in Ruhe ein paar Praktikumsprotokolle lesen. Gegen zwei müssen wir wahrscheinlich unsere Experimente beenden und alles abschalten. Dann beginnt für mich auch schon endlich das Wochenende.
25. Januar 2012
Diese Woche ist noch anstrengender als die letzte Woche. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass mir die Strahlzeit der letzten Woche noch in den Knochen steckt, aber auch darüber hinaus ist diese Woche stressig. Heute hatte ich in Duisburg eine Menge zu tun, war fleißig ohne nennenswerte Pausen und habe trotzdem nicht alles geschafft. Also fahre ich morgen erst einmal wieder nach Duisburg, um meine Arbeit dort fertig zu bekommen. Ich muss mit einigen Leute sprechen, teils telefonisch und teilweise besser persönlich. Und dann muss ich mal sehen, was sich daraus noch an Papierkram entwickeln wird. Sobald ich das alles soweit organisiert habe, werde ich nach Dortmund fahren. Dort haben wir Strahlzeit und ich soll am späteren Nachmittag Alexej an der Beamline ablösen. Hoffentlich bin ich morgen Abend fitter als heute, denn ich hatte es heute nicht einmal geschafft, zum Training zu gehen. Mein Rad habe ich repariert, aber mehr war nicht drin.
24. Januar 2012
Ich bin wieder zurück aus der Hauptstadt. Gestern Mittag kam ich mit einer halben Stunde Verzögerung, die sich der Zug zwischen Hamm und Dortmund eingefangen hatte, wieder im Ruhrgebiet an. Am Abend rief mich Alexej an und erinnerte mich daran, dass wir heute morgen einen Termin mit dem Chef hier in Dortmund haben. Also musste ich meinen Plan ändern und bin jetzt bei DELTA. Nach dem Termin fahre ich dann nach Duisburg, um mich um die Protokolle zu kümmern, die zeitnah fertig werden sollen. Das Hin- und Herfahren wollte ich eigentlich vermeiden, aber da ich den Termin mit dem Chef vergessen hatte, bleibt mir jetzt nichts anderes übrig. Dabei hatte ich mir die Mail mit dem Termin so abgespeichert, dass ich sie praktisch ständig vor Augen hatte, aber das hat auch nicht geholten. Was man nicht im Kopf hat, muss man wohl oder übel im Tank haben.
21. Januar 2012
Der Ausflug nach Berlin hat sich jetzt gelohnt, die Welle steht. Mein Experiment mit dem neuen Mehrschichtspiegel funktioniert. Im letzten Sommer hatte ich nichts gesehen, jetzt ist die Probe ein wenig anders und schon sehen wir die stehende Welle. Bis zuletzt gab es Zweifel, weil ein paar Umbauten an der Beamline für eine größere Strahldivergenz gesorgt haben, was die Experimente mit den stehenden Wellen eigentlich sehr stört oder sogar ganz verhindern kann. Jetzt sehen wir aber, dass es doch geht und die Stimmung ist dementsprechend gut. Kann man sein Wochenende schöner verbringen? (Bitte keine Vorschläge, das war eine rhetorische Frage.)
20. Januar 2012
Freitag Nachmittag drei Uhr, eigentlich beginnt jetzt das Wochenende. Aber nicht heute, denn ich sitze bei BESSY und messe munter vor mich hin. Der Diplomand, der aus Jülich mit hier war, ist heute Mittag nach Hause gefahren (es waren sowieso nicht seine Messungen) und ich habe jetzt etwas mehr zu tun. Vor Stress ich noch lange keine Rede, aber ich bin ganz angenehm beschäftigt. Der Plan im Moment sieht vor, dass ich morgen Nachmittag noch messen werde, bevor die Nachtschicht bis Sonntag Morgen übernimmt. Dann löse ich wohl wieder ab, aber noch vor der Mittagspause wird unsere Strahlzeit enden. Erst zur Nachtschicht von Sonntag auf Montag könnten wir wieder die Strahlfreigabe bekommen. Wann ich am Montag wieder zurück ins Ruhrgebiet fahren, hängt davon ab, wie morgen die Messungen laufen. Ich hoffe außerdem mal, dass das Wetter am Sonntag besser ist als heute und ich mir einen schönen Tag in der Hauptstadt machen kann zwischen den Messungen.
Schönes Wochenende!
18. Januar 2012
Mein Zug war pünktlich, ich war heute gegen zwei in Adlershof und kurz darauf bei BESSY. Allzu viel habe ich heute noch nicht zu tun und ich konnte dementsprechend gemütlich erst mein Zimmer beziehen und mich dann hier an der Beamline einrichten. Jetzt bin ich bereit für die nächsten Tage, an denen ich dann auch mehr zu tun haben werde.
16. Januar 2012
Das Wochenende ist mal wieder viel zu schnell vorüber gegangen. Am Samstag habe ich mir das interne Hallenfußballturnier der SG angeschaut und einige Einladungen zur Abteilungsversammlung verteilt. Am Sonntag war dann ein Ruhetag angesagt und ich habe endlich mal wieder Musik gehört und gelesen. In der letzten Woche hatte ich nämlich das neue Album "Coverstories" der Global Kryner bekommen und ich war noch gar nicht dazu gekommen, es mir in Ruhe anzuhören. Das habe ich am Sonntag gemacht und ich kann jetzt sagen, die Anschaffung hat sich echt gelohnt. Die Global Kryner haben sich auf diesem Album hauptsächlich deutsche Lieder vorgenommen und sozusagen ins Österreichische übersetzt. "Engel" von Rammstein erkennt man kaum wieder und Peter Fox "Haus am See" klingt auch ganz anders. Für die etwas andere Version des Stücks "Monsta" von Culcha Candela gibt es auch das Video auf Youtube. Wenn man sich das Video anschaut, bekommt man eine Idee, wie die anderen Stücke wohl klingen könnten. Es sind aber noch mehr Ideen in einzelne Stücke eingeflossen. So wird zum Beispiel "Über 7 Brücken musst Du gehen" an der einen oder anderen Stelle mit dem "River Kwai Marsch" unterlegt. Da ich ja immer für dumme Idee zu haben bin, gefällt mir das Album so richtig gut.
Heute bin ich in Duisburg bei der Arbeit. Die dortmunder Kollegen sind heute schon nach Berlin gefahren und so gibt es für mich bei DELTA heute nichts besonderes zu tun. Hier in Duisburg habe ich dagegen einige Praktikumsprotokolle zu lesen und so fiel mir die Wahl nicht schwer, wo ich meine Arbeitswoche beginne. Dabei habe ich eigentlich in Suderwich mit der Arbeit angefangen. Weil die Verkehrslage heute Morgen extrem unangenehm für mich war, habe ich erst einmal zu Hause mit meinem Schreibkram begonnen und bin später nach Duisburg gefahren, als die Staus sich halbwegs aufgelöst hatten. Auf die Art und Weise habe ich mehr effektive Arbeitszeit zur Verfügung, als wenn ich morgens schon eine Stunde umsonst im Auto verbringe. Heute Nachmittag mache ich das genauso und fahre hier erst wieder weg, wenn der Feierabendverkehr nicht mehr allzu böse aussieht.
Morgen muss ich mich dann noch ein letztes Mal in diesem Semester um die Durchführung meines Praktikumversuchts kümmern, sofern mir nicht doch noch ein Student in den Nachholtermin nächste Woche rutscht. Am Mittwoch fahre dann auch ich nach Berlin zur Strahlzeit. In der Übung am Mittwochnachmittag vertritt mich mein Chef, sonst hätte ich erst am Abend fahren können.
13. Januar 2012
Obwohl ich heute einen Arbeitstag in Dortmund einlege, konnte ich nicht so richtig Kilometer sparen. Als ich nämlich heute Morgen auf dem Parkplatz der TU in eine Pfütze getreten bin beim Aussteigen aus dem Auto, hatte ich nasse Füße. Als ich auf meine Schuhe geschaut habe, wusste ich auch wieso. Die Sohle war gerissen. Nicht nur ein bißchen, sondern auf ganzer Länge. Beim Anziehen war mir das nicht aufgefallen und es auch möglich, dass sie erst während der Fahrt durch die Bewegungen kaputt ging. Wie auch immer, ich habe mich dann direkt wieder auf den Weg nach Hause gemacht, um die Schuhe zu wechseln. Zum Glück hatte ich keinen wichtigen Termin heute Vormittag.
12. Januar 2012
Donnerstags bin ich eigentlich nicht in Duisburg anzutreffen, aber heute habe mich trotzdem entschieden, hier zu arbeiten. Ich hatte einige Dinge hier zu klären und auch sonst stand eigentlich nur Schreibtischarbeit auf dem Plan für heute. Diese Art der Arbeit kann ich in meinem Büro in Duisburg relativ ungestört erledigen, während ich in Dortmund doch öfters mal spontan weitere Aufgaben bekomme. Nachdem mein Chef gestern eine Kaffeemaschine mitgebracht hat, kann ich jetzt auch hier artgerecht arbeiten. Mein Arbeitstag heute war dann auch richtig effektiv und ich habe eine Menge geschafft. Morgen werde ich dann doch mal wieder nach Dortmund fahren, denn nachmittags findet die Absolventenfeier statt und ich habe keine Lust, erst nach Duisburg und dann am Abend noch mal nach Dortmund zu fahren. So viel Spaß macht mir das Autofahren im Ruhrgebiet dann doch nicht.
Gestern Abend im Kolloquium habe ich eine wunderbare Umschreibung gehört für den Satz "Ich habe keine Ahnung.": "Ich bin noch ziemlich weit davon entfernt, die Sache auch nur ansatzweise zu verstehen."
10. Januar 2012
Was für ein überflüssiger Vormittag! Ich hatte in der letzten Woche mal wieder einen Panikanruf von der LBS bekommen und die Kundenbetreuerin hat mir einen Termin für heute Vormittag um halb zehn aufgeschwatzt. Sie sagte mir, dass ich meinen Freistellungsantrag anpassen müsste, weil ich so viele Zinsen bekomme. Ich dachte mir am Telefon schon, dass das eine Lüge war und seit heute Vormittag weiß ich das auch sicher.
Ich bin gut durchgekommen nach Süd und war um zwanzig nach neun schon bei der LBS Filiale. Meine Parkscheibe habe ich dementsprechend auf "kurz nach neun" gestellt, denn einen "zwanzig nach"-Strich gibt es ja nicht. Mein Berater war noch nicht da, sondern kam erst um fünf nach halb. Er entschuldigte sich ein paar Mal dafür, dass er im Stau stand und dann ging er an die Arbeit. Eigentlich hat er nur meine Adresse auf den neusten Stand gebracht, meine Personalausweis-, Steuer- und Telefonnummern eingetragen und mehr gab es nicht zu tun. Der Freistellungsauftrag war, wie schon erwähnt, noch absolut ausreichend. Ich durfte mir dann noch anhören, dass der Berater in der Schule Physik nicht konnte, und auch auf Guttenbergs falsche Doktorarbeit hat er mich angesprochen. Um acht Minuten nach zehn war ich dann endlich draußen.
Unter meinem Scheibenwischer hing ein Knöllchen. Um vier nach zehn war es ausgestellt worden, weil ich die maximal erlaubte Parkzeit von einer Stunde überschritten hätte. Es kostet mich jetzt fünf Euro, dass der oder die Angestellte vom Ordnungsamt nicht erkannt hat, dass die Parkscheibe nicht auf "neun Uhr", sondern auf "ungefähr viertel nach neun" stand. Aber für diese fünf Euro habe ich echt keine Lust, in Berufung zu gehen. Das war ein überflüssiger Vormittag in Recklinghausen-Süd, den ich jetzt nur noch abhaken kann.
8. Januar 2012
Ich habe gerade einen Strahlzeitantrag für ein paar Tage an der Beamline 11 bei DELTA gestellt. Das ist die Beamline, an der ich einige Jahre gearbeitet habe. In der Zeit habe ich nie formale Anträge für Messzeit dort stellen müssen. Daher ist das jetzt schon ein seltsames Gefühl, aber auch irgendwie gut.
Schönen Sonntag noch!
6. Januar 2012
Im Dr. rer. nat. ist die Chemie ja praktisch enthalten, auch wenn ich eigentlich in Physik promoviert habe. Um diese kühne These zu beweisen, habe ich mir gedacht, dass ich ja eigentlich auch kochen und braten können müsste, wenn das so stimmt. Chemiker machen den ganzen Tag ja eigentlich auch nix anderes. Also habe ich mir heute Steaks organisiert, meine Eltern spontan zum Abendessen eingeladen und meine Pfanne angeheizt, um zu testen, ob ich das kann.
Das Ergebnis steht jetzt fest, wir drei sind uns einig: Ich kann es. These bestätigt. Steaks braten ist viel leichter, als ich dachte.
nochmal 5. Januar 2012
Ich habe jetzt das optimale Geburtstagsgeschenk für meinen Neffen gefunden, der wirklich gerne draußen an der frischen Luft ist. Er möchte meistens viel öfter raus als seinen Eltern lieb ist. Hier ist der Werbefilm. Jetzt muss ich nur noch heraus finden, wo sowas verkauft wird.
5. Januar 2012
Seit Dezember steht unser Bundespräsident unter Druck. Es kam raus, dass er in seiner Zeit als Ministerpräsident genau das gemacht hat, was man von einem jungen Berufspolitiker eigentlich erwarten muss. So richtig korrupt war oder ist er anscheinend nicht, aber so richtig sauber wohl auch nicht. Mal ehrlich, wer hat etwas anderes erwartet?
Wie banal diese Affäre eigentlich ist, sieht man daran, dass die großen der Opposition sich nicht wirklich aufregen. Jetzt kommen wieder ein paar Hinterbänkler nach vorne und die Linken wollen wieder ein paar Minuten Sendezeit in den Nachrichten, aber sonst passiert politisch nicht viel. Ich denke, dass die ganze Affäre schon vor Weihnachten vom Tisch gewesen und in irgendwelchen Untersuchungsausschüssen verschwunden wäre, wenn sich der Präsident ein wenig geschickter angestellt hätte. Anstatt öffentlich zu schweigen und im geheimen den Bild-Chefredakteur anzurufen, um sich auf seiner Mailbox aufzuregen, hätte er wohl besser eine kleine Offensive gestartet, sich entschuldigt und "brutalstmögliche Aufklärung" zugesagt. Das hat bisher immer funktioniert, auch bei richtig korrupten Politikern. Jetzt hat er den Kindergarten losgetreten und gestern Abend einen relativ lächerlichen Fernsehauftritt geliefert. Informationen? Gab es eigentlich nicht. Sah aber gut und wichtig aus, die Hinterbänkler konnten danach wieder kommentieren und kamen ins Fernsehen. Große Abendunterhaltung. Das ist auch wichtig jetzt, nach dem Ende von "Wetten Dass ...?".
Wir leben in einer glücklich Zeit, wenn das unsere ganze Staatskrise ist.
2. Januar 2012
Mein erster Arbeitstag des Jahres war durchaus erfolgreich. Ich habe drei Praktikumsprotokolle fertig bekommen und auch noch die erste Version eines Strahlzeitantrags erstellt. Dann habe ich schon relativ früh Feierabend gemacht, um nicht allzu spät bei meinen Eltern zum Kaffeetrinken auflaufen zu können. Meine Schwägerin war mit meinem Neffen dort und deshalb wollte ich dahin. Das hat auch gut geklappt. Meine Cousine war ebenfalls dort und so hat es dann ziemlich lange gedauert, bis ich mich dort verabschieden konnte.
Als ich zu Hause ankam, fiel mir auf, dass der Mond und Jupiter heute ziemlich nahe zusammne stehen am Nachthimmel. Die Wolkendecke ich auch nicht mehr geschlossen und so habe ich die Gelegenheit genutzt, um mein Teleskop nach dem Umzug wieder aufzubauen. Der Mond bietet ein schönes großes Ziel, das kaum zu übersehen ist, und deshalb kann man ihn sehr gut nutzen, um das Zielfernrohr zu justieren. Vom Fenster aus konnte ich den Mond nicht anpeilen, aber ich habe ja einen Balkon. Und von dort konnt ich nicht nur Jupiter mit vier Monden sehen, sondern auch unseren Mond. Fotographieren konnte ich nur unseren Mond.

Besonders großartig finde ich an diesem Bild, dass man einige Kraterränder rechts auf der dunklen Seite sehen kann, die bereits von der Sonne beleuchtet werden. Wir haben zwar zunehmenden Mond und dementsprechend ist die linke Seite des Mondes dunkel, während die rechte hell erleuchtet ist, aber auf meinem Bild ist das genau anders herum. Das liegt daran, dass ich ein astronomisches Teleskop habe, das alles auf dem Kopf stehend abbildet. Deshalb ist auf dem Bild die linke Seite hell und nicht die rechte. Das könnte ich korrigieren, indem ich entweder die Kamera drehe oder die Bilder am Rechner drehe, aber dazu habe ich keine Lust.
Die Jupitermonde konnte ich nicht fotographieren. Sie sind entweder zu dunkel oder ich konnte sie nur nicht scharf stellen. Jupiter selbst erscheint zwar als Scheibe auf meinen Bildern, aber seine Wolkenbänder konnte ich ebenfalls nicht scharf bekommen und abbilden. Mein Teleskop wackelt leider zu sehr, um damit richtig gute Bilder zu machen. Dementsprechend kann ich auch nicht länger belichten, um die Jupitermonde sichtbar zu machen.
1. Januar 2012
Frohes Neues Jahr!
Den Jahreswechsel habe ich zusammen mit einige Sportkollegen in der Surker Tenne verbracht. Die Party war ganz gut und ich hatte soweit meinen Spaß. Vorgestern hatte ich allerdings noch mehr Spaß, denn da war ich in Iserlohn zum Training. Auch aus Schiefbahn waren einige Kollegen dort und so haben wir von sechs bis zehn praktisch durchgehend Fünferradball gespielt. Wir hatten genug Leute für zwei Mannschaften mit jeweils zwei Auswechselspielern. So war das Training zwar anstrengend, aber machbar. Nach dem Training haben wir uns noch ein wenig unterhalten und herum gealbert. Erst um kurz vor eins waren wir dann wieder zurück in Suderwich. So langsam wird das Fünfertraining in den Weihnachtsferien zur Tradition.