Das war der Dezember 2010



31. Dezember 2010
Das war es dann mit 2010. Das letzte Radballtraining des Jahres war gut und ich hatte ordentlich Spaß dabei. Abends hatten meine Eltern eine Einladung zu Bekannten und die wurde auch auf mich ausgedehnt. Die Nachsitzung nach dem Training habe ich deshalb schön kurz gehalten. Es gab indisches Essen, zubereitet von einer Inderin und die wichtigsten Gewürze hatte sie sich auch direkt aus Asien besorgt. Das Essen war dementsprechend wirklich gut und auch reichlich. Der Abend wurde lustig.
Heute Vormittag habe ich dann zu Fuß eine Runde durch Suderwich gemacht. Ich habe die Auszüge für das Vereinskonto geholt und war in der Geschäftstelle vom Hauptverein. Das Laufen war teilweise wirklich mühsam, weil an vielen Stellen der vereiste Schnee schön glatt poliert ist. Ich habe es aber vermeiden können, auf die Schnauze zu fallen. Direkt nach dem Mittagessen habe ich mich wieder auf den Weg nach Dortmund gemacht. Hier habe ich den Jahresabschluss für die Abteilungskase fertig gerechnet und das Kassenbuch mit den entsprechenden Listen für das neue Jahr vorbereitet.
Draußen wird es jetzt so langsam wieder dunkel und glatt. Ich bin froh, dass ich heute nicht mehr raus muss und freue mich wirklich auf einen ruhigen Abend, ganz ohne Silvesterparty in diesem Jahr. Mit 2010 habe ich also abgeschlossen und ich freue mich auf das neue Jahr. Guten Rutsch!

30. Dezember 2010
Ich genieße meine freien Tage. Gestern war der andere Sven bei mir für einen kleinen DVD Abend. Eigentlich haben wir uns nur einen Film angeschaut, aber der hat drei Stunden gedauert. Heute fahre ich nach Suderwich zum Training. Jetzt in den Schulferien legen wir ein Extratraining ein, um einmal in der ganzen Halle Fünferradball zu spielen. Während der normalen Trainingszeiten haben wir eigentlich nicht die Gelegenheit dazu, also machen wir das heute.

28. Dezember 2010
Weihnachten ist vorbei, der weiße Mist liegt immer noch überall im Weg. Für mich waren die Feiertage recht ruhig und sehr erholsam. Am Heiligen Abend waren meine Eltern und ich bei Melanie, Jens und Alexander zu Besuch, am ersten Feiertag waren wir nachmittags bei meiner Tante und am zweiten Feiertag waren alle bei uns in Suderwich. Erst gestern bin ich wieder nach Dortmund zurück gekommen.
Heute war ich in der dortmunder Innenstadt unterwegs und habe einen guten Teil meines Weihnachtsgeldes in konkrete Dinge umgesetzt. Ich kann nun meine Kamera an mein Teleskop anschließen und für die bevorstehende Sonnenfinsternis habe ich mir Filterfolie zugelegt. Jetzt warte ich nur darauf, dass sich die Wolken verziehen, damit ich das alles auch einmal richig ausprobieren kann.

24. Dezember 2010
Frohe weiße Weihnachten!


22. Dezember 2010
Glühwein ist keine brauchbare Basis für einen DVD Abend.

21. Dezember 2010
Heute ist der kürzeste Tag des Jahres und damit verbunden ist auch die längste Nacht des Jahres. Terry Pratchett würde sagen: Hogswatchnight. Deshalb habe ich die entsprechende DVD schon mal angewärmt und eine Kiste Bier kaltgestellt. Die (kurze) Zeit bis zum Sonnenuntergang vertreibe ich mir mit Arbeit und danach folgt noch der Weihnachtsmarktbesuch der Arbeitsgruppe, bevor der DVD Abend beginnen kann.

20. Dezember 2010
Das Skript für meine nächste Veröffentlichung habe ich am Freitag noch an alle Co-Autoren geschickt, bevor ich ins Wochenende gestartet bin. Jetzt haben alle Beteiligten noch einmal die Gelegenheit, Änderungen anzubringen, bevor ich im Januar das Manuskript bei einem Verlag einreichen werde. Dann kann ich auch endlich anfangen, richtig an meiner Dissertation zu schreiben. Das Inhaltsverzeichnis habe ich in der letzten Woche schon erstellt und an meinen Chef geschickt. Er hatte ein paar Anmerkungen, aber er hat mich auch aufgefordert, mit dem Schreiben zu beginnen. Das werde ich nun so langsam in Angriff nehmen.
Gestern Nachmittag habe ich meinen Bruder und seine Familie besucht. Für den Weg dorthin habe ich wegen der Straßenverhältnisse länger gebraucht als sonst, aber ich kam eigentlich ganz gut an. Nur die Parkplatzsuche war ein wenig schwierig. Mein Auto ist für Tiefschnee einfach nicht geeignet und ich musste mir eine Stelle suchen, an der der Schnee nicht ganz so hoch lag. Alexander wurde wach, kurz nachdem ich angekommen war, und die meiste Zeit hat er uns ganz gut beschäftigt. Zumindest bis er hungrig und etwas später wieder müde wurde. Jens und ich haben uns dann noch ein Video vom WM-Endspiel im Radball angeschaut, und nach dem Abendessen bin ich wieder nach Hause gefahren gerutscht. Auch hier war die Parkplatzsituation ein wenig schwierig und ich musste mir zunächst einmal einen Parkplatz freiräumen. Heute Vormittag konnte ich dann den Wagen umparken, nachdem meine Nachbarn zur Arbeit gefahren waren. Mein Wagen steht jetzt sicherer und läuft nicht mehr Gefahr, als externe Bremse für in der Kurve schleudernde Autos mißbraucht zu werden.
Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich den ganze Schneemist nicht mehr sehen kann?

16. Dezember 2010
Die Rektorin der TU hat an besonders verdiente Mitarbeiter Weihnachtskarten verschickt. Natürlich habe ich eine solche bekommen. Meine Kollegen, die keine Karte bekommen haben, behaupten dass die Karten nicht an besonders verdiente Mitarbeiter gehen, sondern an die Leute in den Gremien und ich meine Karte bekommen habe, weil ich im Senat sitze. Naja, welche Theorie zu glauben ist, bleibt jedem selbst überlassen.
Es schneit übrigens schon wieder. Heute kommt auch noch ein ordentlicher Wind dazu und später am Tag wird auch noch Regen erwartet. Deshalb gibt es eine Unwetterwarnung und die TU hat eine Mail verschickt, in der mitgeteilt wird, dass jeder Mitarbeiter heute Nachmittag frei machen kann, damit alle sicher nach Hause fahren können. Ich bin mal wieder zu Fuß unterwegs und deshalb bleibe ich. Außerdem findet heute Abend noch die akademische Jahresfeier hier statt und dort werde ich mal hingehen. Als Senator habe ich eine persönlich Einladung dazu erhalten und freue mich jetzt schon auf den Empfang in der Mensa anschließend. Ich fürchte, ich verliere auch mein Stipendium, wenn ich kostenloses Essen ablehnte.

14. Dezember 2010
Am Wochenende war der dämliche Schnee schon fast komplett geschmolzen. Meine Freude darüber war allerdings nur kurz, denn in der letzten Nacht hat es schon wieder geschneit. Die Autobahnen rund um das Ruhrgebiet waren dementsprechend heute praktisch den ganzen Tag lang verstopft. Normalerweise stört mich als Fußgänger das ja nicht, aber ausgerechnet heute musste ich zum Forschungszentrum Jülich. Die Hinfahrt hat dreieinhalb Stunden gedauert. Sonst brauche ich meist weniger als zwei. Die Diskussion und Korrektur meines Skripts war dann aber zum Glück wirklich gut und so hat sich die Fahrt auf jeden Fall für mich gelohnt. Die Rückfahrt hat dann nur etwas mehr als zwei Stunden gedauert und so war mein Arbeitstag doch noch keine zwölf Stunden lang (sondern nur elfeinhalb). Für die nächsten Tage ist übrigens noch mehr Schnee angesagt worden.
Vielleich sollte ich doch versuchen, mein Forschungsprojekt zu beantragen: Die Suche nach dem magnetischen Ostpol. Diesen Pol vermute ich irgendwo in der Karibik und mein Projekt sieht vor, dass ich so lange mit einem hölzernen Segelschiff (zur Vermeidung magnetischer Störungen) durch die Karibik kreuze, bis sich die Kompassnadel genau über dem magnetischen Ostpol auf die Seite legt. Ich habe keine Ahnung, wie lange das sein wird, aber ich weiß sicher, dass es dort keinen Schnee gibt. Bewerbungen für meine Mannschaft habe ich übrigens auch schon reichlich. Wenn diese Expedition erfolgreich war, werde ich den Seeweg in die Schweiz suchen.

12. Dezember 2010
Ich bin seit Freitagabend wieder zurück aus Berlin. Das Nutzertreffen war interessant und ich habe einige nette Gespräche mit Leuten gehabt, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Es hat sich also gelohnt. Das einzige Problem war das Wetter. Die Berliner wissen nach wie vor nicht, was Streusalz ist. Stattdessen haben sie kleine Schneepflüge, bei denen sie die Schaufel (oder wie auch immer das Ding da vorne dran heißt) nicht direkt über den Boden schieben, sondern ein paar Zentimeter höher. Hinter dieser Schaufel haben sie noch eine rotierende Bürste und bekommen so eine wunderbare Eisfläche hin. Damit fahren sie über die Bürgersteige der Stadt und denken, dass sie den Fußgängern helfen.
Als ich wieder zurück im Ruhrgebiet war, konnte ich auch wieder meine e-Mails abrufen und musste feststellen, dass ich einige bekommen habe. Damit war mein Samstag verplant. Ich hatte gestern einiges zu tun am Schreibtisch und konnte deshalb nicht nach Iserlohn fahren, um mir die erste Runde des Bundespokals im Radball anzuschauen. Ich hatte für die Arbeit einiges zu erledigen und auch für den Sportverein hatte ich noch neue Aufgaben bekommen. Erst nach acht war ich abends dann endlich fertig. Dafür kann ich heute einen freien Tag genießen, wenn ich dafür auch die eine oder andere Mail von Chuck ignorieren muss. Aber das sollte Zeit haben bis morgen, wenn ich wieder ganz normal im Büro bin.

7. Dezember 2010
Die letzten Arbeiten für dieses Jahr kann ich jetzt so langsam abschließen. Im Moment habe ich wirklich eine angenehm ruhige Zeit. Der Chef ist in den USA zu seinem Forschungsfreisemester und somit fällt schon mal die Arbeitsgruppenbesprechung aus. Mein Poster für das BESSY Nutzertreffen hängt in meinem Büro. Ich muss es heute Abend nur noch einrollen, damit ich es morgen dann mitnehmen kann in die Hauptstadt. Die Posterrolle steht auch schon bereit, meine Zugfahrkarte ebenfalls. Heute Abend mache ich meine letzte Schicht bei einer Strahlzeit für dieses Jahr. Wenn ich wieder zurück komme aus Berlin, wird DELTA im Winterschlaf sein, zumindest bis Ende Januar. Nächste Woche muss ich dann noch einmal nach Jülich, um ein paar Dinge am Manuskript für meine zweite Veröffentlichung zu diskutieren und zu verbessern. Sobald ich diese Punkte dann eingearbeitet habe, kann ich es noch einmal zu allen Co-Autoren schicken und dann auch hoffentlich bald bei einem Verlag einreichen. Mit meiner Lehraufgabe habe ich im Moment auch Ruhe, die Studenten meiden anscheinend meine Versuche und machen lieber einfachere Dinge. Wobei ich meine, dass meine Versuche eigentlich auch nicht wirklich schwer sind. Viele Studenten mögen die Elektronik einfach nicht, wie man an den wöchentlichen Anmeldungen für die Versuche sehen kann. Soll mir recht sein, so habe ich wenigstens meine Ruhe und kann mich mehr um meine anderen Aufgaben kümmern. Das ist wirklich mal angenehm so, wenn auch ein wenig ungewohnt.

5. Dezember 2010
Das Wochenende seit Freitag habe ich mal wieder in der Sportschule Wedau verbracht. Der zweite Teil des C-Trainerlehrgangs fand dort statt. Die richtigen Sportkollegen und -kolleginnen waren wieder dabei und wir haben dementsprechend wieder viel Spaß gehabt. Die meisten Lehrgangsteilnehmer waren auch am letzten Wochenende in Stuttgart und somit hatten wir auch immer ein Thema für die Unterhaltungen neben dem eigentlichen Unterricht. Dieses Wochenende war auch das letzte Lehrgangswochenende mit gemeinsamen Veranstaltungen für Kunstradfahrer und Radballspieler. Vom nächsten Lehrgangswochenende im Januar an werden die beiden Gruppen getrennt und es gibt dann auch die ersten Übungsstunden mit dem Rad - endlich. Gestern haben wir nur allgemein ein paar Spiele zur Förderung der Koordination und funktionelle Gymnastik gemacht. Dabei wurden Gelenke bewegt, die ich entweder nicht habe oder zumindest nicht um diese Achsen drehen kann, sowie Muskeln gekräftigt und gedehnt, die ich bestimmt nicht habe. Die meisten Kunstradmädels hatten heute Morgen einen leichten Muskelkater, während mir eigentlich nichts weh tut. Daraus schließe ich natürlich, dass ich diese Muskeln nicht haben kann, denn sonst täten sie mir heute sicherlich auch weh.
Die Fahrt zurück aus Wedau war eher unangenehm. Es schneit nämlich mal wieder, nachdem es vor Kurzem auch noch geregnet hatte. Der ganze weiße Mist ist jetzt extrem naß und glatt. Das Autofahren macht zumindest mir bei diesen Bedingungen wenig Spaß. Damit ich kein Problem mit überfrierender Nässe bekomme, bin ich recht früh von Suderwich nach Eichlinghofen gefahren. Jetzt gleich werde ich mich hier auf mein Sofa verziehen und auf besseres Wetter warten.

2. Dezember 2010
Noch ein kleiner Nachtrag für die Akten: Der Terroranschlag, den uns der Innenminister für November angekündigt hatte, ist ausgeblieben. Der "Grund zur Sorge, aber nicht zu Hysterie", bestand also nicht wirklich - wieder einmal.

1. Dezember 2010
Ein neuer Monat beginnt und noch immer ist draußen alles weiß-grau vom Schnee. Neuen Schnee gab es heute noch nicht, aber dafür weht ein eisiger Wind. Es ist wirklich unangenehm draußen. Leider kann ich mich nicht schon unter meine warme Decke verziehen, denn ich muss gleich noch einmal los zum DELTA. Mein Arbeitstag ist heute zweigeteilt. Den normalen Tagesdienst habe ich damit verbracht, mein Poster für das BESSY UserMeeting fertig zu machen und ein paar Dinge für Chuck durchzurechnen. Nachdem das soweit alles erledigt war gegen vier, habe ich mich verabschiedet und bin jetzt zu Hause. Gegen acht werde ich dann heute Abend wieder am DELTA sein, um in den letzten Stunden der Spätschicht der Beschleunigerleute ein paar Dinge zu überprüfen, bevor Frank dann ab zehn Uhr wieder experimentieren darf. Wann ich dann zum zweiten Mal Feierabend machen kann, weiß ich noch nicht so genau, aber darauf kommt es mir heute auch nicht mehr an. Morgen kann ich anfangen, wann ich will (wie eigentlich fast immer).
Ach ja: meine Erkältung ist auch schon zum größten Teil weg. Hoffentlich ist sie bald ganz weg und bleibt das auch.