Das war der April 2010
28. April 2010
Die Handwerker waren pünktlich um 7.30 Uhr bei mir. Das Loch wurde mit Dämmmaterial ausgestopft und dann konnte die
Holzverkleidung wieder montiert werden. Danach musste eigentlich nur noch der Spülkasten angebracht werden und damit
wäre die Arbeit fertig gewesen. Leider hatte der Spülkasten es nicht vertragen, ein paar Tage lang trocken im
Treppenhaus zu liegen. Das Schwimmerventil war jetzt defekt und musste noch ausgetauscht werden. Der Spülkasten sieht
so aus, als sei er älter als ich, und die Suche nach dem passenden Ersatzteil hat dann ein wenig gedauert. Als der
Klempner mit seinem Lehrling wieder weg war, habe ich noch kurz den Dreck beseitigt (ging halbwegs schnell, weil nicht
allzu viel Dreck entstanden war) und dann habe ich mich auf den Weg zur Uni machen können. Den Beginn des Praktikums
hatte ich dann schon verpasst gehabt und Ulf hat deshalb heute die Versuche zu betreuen. Das passt mir ganz gut, denn
so kann ich mich heute um meinen Vortrag kümmern und mit meiner eigentlichen Arbeit voran kommen.
nochmal 27. April 2010
Der Klempner hat sich gerade bei mir gemeldet. Morgen früh um 7.30 Uhr wird das Loch in meiner Wand gestopft und ich
bekomme wieder eine Klospülung! Auch diese unchristliche Uhrzeit kann meine Freude nicht schmälern. Die manuelle
Spülung ist noch schlimmer als das Aufstehen weit vor Sonnenaufgang, zumindest vor dem gefühlten Sonnenaufgang.
27. April 2010
Nach einer längeren Pause war ich gestern mal wieder im Eastend. Eigentlich wollte ich mich dort mal nach
Austauschstudenten aus den USA oder England umsehen, von denen ich einen oder eine anheuern wollte, um meine
nächsten Veröffentlichungen Korrektur zu lesen. Leider kamen erst ziemlich spät ein paar Engländerinnen, die ich als
solche erkennen konnte. Sie waren eindeutig in Partystimmung und ich habe es mir dann verkniffen, sie auf den Job
anzusprechen. Ich denke, "Can you proof-read my papers?" wäre sicherlich zum dümmsten Anmachspruch des Abends gewählt
worden. Ich werde mich also woanders noch weiter umschauen müssen. Ein paar Ideen habe ich noch und auch einer der
Kollegen aus dem Debattierclub der TU hat mir schon gesagt, dass er neulich einen Amerikaner kennengelernt hat, der
genau der richtige für diese Aufgabe sei. Schauen wir mal, was sich da noch ergibt.
Heute Morgen habe ich dann versucht, einen Termin mit einem Klempner zu verabreden, um meine Klospülung wieder anbauen
zu lassen. Das war leider auch erfolglos. Ich habe der Firma meine Handynummer gegeben und bin jetzt mal gespannt, ob
sie sich bald bei mir melden, wenn sie endlich den Auftrag von der Hausverwaltung bekommen.
26. April 2010
Meine Woche fing heute Morgen damit an, dass ich die Hausverwaltung angerufen habe. Noch immer habe ich ein Loch in der
Wand hinter meinem Klo und keinen Spülkasten. Stattdessen steht ein Eimer neben der Schüssel, damit ich sozusagen
manuell abspülen kann. Die Hausverwaltung wusste das offenbar nicht und wollte eigentlich die nassen Wände noch länger
trocknen lassen, bevor dann eine Renovierung nach dem Wasserschaden durchgeführt werden soll. Mit dieser neuen
Information wollen sie jetzt aber schneller voran machen, zumindest bei mir in der Wohnung. Sobald das Loch wieder zu
und der Spülkasten wieder einsatzbereit ist, habe ich auch keine sichtbaren Schäden mehr in meiner Wohnung. Ich bin mal
gespannt, wie lange ich wohl noch auf die manuelle Klospülung angewiesen bin.
22. April 2010
Spontan habe ich heute die Spätschicht übernommen. Jetzt sitze ich noch bis ungefähr 22:30 Uhr in meinem Büro und
schaue hin und wieder mal nach, was die Messungen machen. Als sicher war, dass heute endlich der Standardmessbetrieb
losgehen konnte, bin ich nach Hause gefahren, habe was gegessen und mich noch einmal kurz frisch gemacht, bevor ich
jetzt dann Frank abgelöst habe. Bis heute Nachmittag wussten wir noch nicht, ob die Präparation der Probe überhaupt
funktioniert hat. Dementsprechend kurzfristig musste die Spätschicht heute vergeben werden. Ich habe sie auch ganz
gerne übernommen, denn jetzt habe ich meine Ruhe im Büro und kann ganz gemütlich vor mich hin arbeiten. Wenn die
Konzentration nachher nachläßt, werde ich wohl ein wenig im Internet surfen und Musik hören. Was anderes hätte ich zu
Hause wahrscheinlich auch nicht getan.
20. April 2010
Seit heute Morgen 9:30 Uhr haben wir Licht am Experiment. Gestern Abend hat Ulf noch ziemlich spät zwei
Problemlösungsvorschläge gemailt. Den ersten davon habe ich heute Morgen ausprobiert und er führte sofort zum Erfolg.
Ich musste dafür nur zwei Stecker tauschen und in paar Details in der Steuersoftware ändern. Danach konnte ich den
Steuerrechner neu starten und jetzt bewegt sich wieder alles, was sich bewegen soll. Als nächstes musste ich dann noch
ein paar Leuchtschirme aus dem Strahlweg fahren und schon hatten wir wieder Licht. Insgesamt war das doch einfacher,
als ich vorher befürchtet hatte. Der andere Lösungsvorschlag war auch definitiv zu kompliziert, denn er hätte
beinhaltet, dass ich einen ganz neuen Steuerrechner hätte zusammenbauen müssen.
Frank kann jetzt seine Messungen beginnen und damit ergibt sich auch schon mein nächstes Problem. Er hätte eigentlich
heute Nachmittag zwei Praktikumsversuche betreuen müssen. Das kann er natürlich nicht, wenn er weitere Daten für seine
Arbeit messen will. Da ich vor drei Jahren schon einmal diese beiden Versuch im Anfängerpraktikum betreut habe, werde
ich ihn dort heute Nachmittag vertreten. Eigentlich müsste ich mir jetzt jemanden suchen, der meine Veröffentlichung
weiter voran treibt. Naja, man kann nicht alles haben.
19. April 2010
Die Strahlzeit lief gar nicht gut an. Die beiden Bänke mit den Magneten des Undulators lassen sich nicht bewegen. Somit können wir nicht die Strahlung erzeugen, die wir für unsere Experimente diese Woche brauchen. Ich habe praktisch den ganzen Tag mit der Fehlersuche verbracht, leider erfolglos. Ulf hat mich dabei telefonisch unterstützt. Er will sich heute abend noch eine Problemlösung überlegen und mir per Mail schicken. Morgen Vormittag soll ich dann versuchen, das Problem zu beheben. Ich bin dabei eher pessimistisch.
18. April 2010
Das Wochenende tat richtig gut. Am Freitag konnte das Leck offensichtlich abgedichtet werden und ich habe es auch noch geschafft, mein Auto sommerfertig zu bekommen. Gestern fand dann der Spieltag statt und das war eine super Erholung für mich. Zum ersten Mal seit Wochen habe ich mal wieder einen ganzen Tag lang nicht an meine Arbeit gedacht. Abgesehen davon, haben die Spiele selbst auch Spaß gemacht, selbst wenn es nicht ganz so erfolgreich war, wie ich erhofft hatte. Im ersten Spiel haben wir einfach nicht das Tor getroffen. Jeder von uns hat jede Menge Hundertprozentige verschossen und am Ende haben wir dann 2:3 verloren. Die Gegner hatten genau drei Chancen und die haben sie auch genutzt. Ansonsten haben wir das Spiel bestimmt, aber einfach nicht das Tor getroffen. Das war wie verhext. Naja, sowas kommt vor. Mit dem nächsten Gegner sind wir dann überhaupt nicht zurecht gekommen und haben 10:2 verloren. Die anderen waren zum einen wirklich besser und zum anderen hatten sie das Glück, das uns fehlte. So kam es dann zu dieser hohen Niederlage. Erst in unserem letzten Spiel konnten wir dann wirklich zeigen, was wir eigentlich können. Das Spiel haben wir dann auch ziemlich klar mit 4:1 gewonnen. Ein weiterer Gegner war nicht da und so haben wir noch einen zusätzlichen Sieg geschenkt bekommen. Jetzt haben wir die Landesligasaison auf dem siebten Tabellenplatz beendet. Zehn Mannschaften waren am Start. Gut ist das nicht, aber viel mehr war nicht zu holen. Dafür fehlte uns einfach zu viel gemeinsames Training.
Heute habe ich dann noch eine Mail von Ulf bekommen. Er sitzt auf Zypern fest, weil kein Flugzeug starten darf wegen der Asche aus dem isländischen Vulkan. Das heißt, dass ich ihn morgen vertreten muss beim Einschalten der Beamline. Wenn nicht allzu viel defekt ist, sollte das auch eigentlich funktionieren. Nebenbei muss ich auch noch einen FP-Versuch betreuen. Ich bin mal echt gespannt, wie dann morgen die Woche anfängt.
15. April 2010
Es läuft nichts so wie es sollte im Moment. Heute bekam ich die Nachricht von meiner Nachbarin ganz unten, dass im Haus irgendwo ein Rohr undicht ist und es bei ihr aus der Decke tropft. Auch bei dem Nachbarn zwischen uns tropft Wasser von der Decke. Das heißt also, dass das Leck irgendwo in oder direkt unter meinem Badezimmer sein muss. Morgen früh um halb Acht kommen die Handwerker, um die undichte Stelle zu suchen und zu reparieren. Eigentlich hatte ich einen Werkstatttermin für mein Auto, aber den werde ich dann verschieben müssen. Mal sehen, wohin. Am Samstag habe ich nämlich den letzten Saisonspieltag in Suderwich. Ich muss den Spieltag nicht nur durchführen, sondern auch selber spielen. Der Anstoß ist um halb Drei, vorher findet aber noch ein Kaderlehrgang in der Halle statt, durchgeführt vom Landestrainer. Das macht mir zum Glück nur minimale Arbeit, aber ich brauche dann eigentlich schon mein Auto. Nächste Woche beginnt wieder ein neuer Strahlzeitblock bei DELTA und ein Werkstatttermin wäre dann besonders störend. Mal sehen, ob sich irgendeines dieser Probleme von selbst löst. Ich kann eigentlich sowieso nicht viel mehr machen, als abzuwarten und zuzuschauen. Ich hasse sowas.
14. April 2010
Der Vortrag gestern hat mir die Gelegenheit gegeben, die These zu überprüfen, die PD Dr. H. Hövel am Vormittag im
Seminar vorgestellt hat: Das dunkelste Schwarz der Projektionsfläche ist das Weiß der Leinwand. Damit ist der Teil der
Leinwand gemeint, der nicht vom Beamer beleuchtet wird, also direkt neben der eigentlichen Projektionsfläche. Der
Vortragende gestern hatte als Hintergrundfarbe schwarz gewählt und so konnte man deutlich sehen, dass das Schwarz der
Folien deutlich heller war als das Weiß der Leinwand daneben. Vom Vortag selber habe ich so gut wie nichts verstanden,
der war schon sehr speziell auf Teilchentheoretiker zugeschnitten.
13. April 2010
Die Vorlesungszeit hat gestern wieder begonnen. Der Campus ist deshalb jetzt wieder voll von Studenten und die Mensa
ebenfalls. Die ruhige Zeit ist vorbei. Gestern fand die Vorbesprechung der Assistenten für das Fortgeschrittenen
Praktikum statt und heute die Vorbesprechung für das Seminar am DELTA. Ich werde am 11. Mai einen Vortrag halten
dürfen, praktisch als Vorbereitung auf den Promotionsvortrag. Damit werde ich dann die nächste Hürde nehmen auf dem Weg
zum Doktortitel. Allerdings ist das nur eine sehr kleine und eher unbedeutende Hürde. Der Rest, der mir noch fehlt, ist
bedeutend schwieriger. Deshalb habe ich heute auch schon wieder weiter an meiner nächsten Veröffentlichung gearbeitet.
Frank hat sie mir heute zurück gegeben, versehen mit einigen Anmerkungen. Ein paar Punkte habe ich schon bearbeitet,
den Rest werden wir morgen mal diskutieren. Heute geht das nicht mehr, weil er im Moment als Assistent im Praktikum
beschäftigt ist und ich gleich auch zum Kolloquiumsvortrag gehen muss. Es geht zwar um Teilchentheorie, was nicht so
wirklich mein Spezialgebiet ist, aber als Doktorand soll ich mir die Vorträge alle mal anhören in diesem Semester.
10. April 2010
Jetzt habe ich heute das Spiel des BVB kostenlos live sehen können und dann verliert die Borussia. So ein Pech.
7. April 2010
Ich weiß nicht so genau, was ich davon halten soll, dass meine freie Seite auf dem Freenet-Server noch immer erreichbar ist. Anfang März bekam ich eine Mail, in der ich davon unterrichtet worden bin, dass zum 1. April der kostenlose Webspace nicht mehr angeboten wird. Verbunden damit war das Angebot, ein kostenpflichtiges Paket bei Freenet zu buchen. Diese Aufforderung wurde dann im Lauf des März noch zwei Mal wiederholt. Jetzt ist April und meine Seite ist noch immer zu erreichen. Ich bin wirklich froh, dass ich mein Webpaket nicht bei Freenet gekauft habe, sondern woanders. Sonst würde ich mich jetzt doppelt verarscht fühlen. So hält sich mein Ärger in Grenzen und meine Liste mit den Unternehmen, mit denen ich keine Geschäfte mehr oder überhaupt machen werde, ist wieder ein wenig länger geworden. Ganz oben auf der Liste ist übrigens die Telefongesellschaft, die monatelang unsere Mensa verdunkelt hatte.
Es gibt aber auch angenehmere Werbung. So hatte ich heute einen Brief von der Telekom (oder einem Unter-Unternehmen davon) im Postkasten, in dem ich darüber informiert wurde, dass ich jetzt das neue Fußballangebot nutzen kann. Alle Spiele des nächsten Spieltags kann ich mir kostenlos anschauen, sozusagen als Lockangebot. Die weiteren Spieltage soll ich dann entweder abonnieren oder einzeln kaufen. Ein kompletter Spieltag soll knapp zehn Euro kosten. Je nach Wetter, meinem Terminplan und dem Spieltag kann das wirklich eine Überlegung wert sein. Ich werde mir jetzt am nächsten Wochenende auf jeden Fall mal den Fernseher anmachen, wenn ich zu Hause bin.
6. April 2010
Ostern ist vorbei und ich bin wieder in Dortmund. Die Feiertage waren wenig spektakulär und deshalb gibt es eigentlich nix zu berichten.
2. April 2010
Hier ist ein Bild von der gestrigen Mondfinsternis.
Schöne Osterfeiertage!
1. April 2010
Ich habe heute frei, um mich schon mal auf die Feiertage einzustimmen. Außerdem muss ich ein paar Besorgungen machen. Meine Schuhe sind durchgelaufen. Knapp ein Jahr hat es gedauert, bis das Profil ein einigen Stellen jetzt ganz weg ist und an einer Stelle ist sogar schon ein Loch in der Sohle. Vielleicht wiege ich wirklich zu viel oder ich laufe zu viel. Dieses Problem ist allerdings jetzt schwer zu lösen. Um Gewicht abzubauen, hilft viel Bewegung. Das nutzt aber die Schuhe schneller ab. Wenn ich die Sohlen schonen will, indem ich nicht mehr so viel zu Fuß gehe, nehme ich sicherlich noch weiter zu. Auch das ist schlecht für meine Schuhe. Falls jetzt jemand vorschlagen will, dass ich weniger essen und trinken sollte, kann ich nur antworten: Lasst uns realistisch bleiben. Ich denke ja auch nicht daran, einen Gravitationskompensator zu kaufen.
Heute Nacht lohnt es sich übrigens ein wenig länger wach zu bleiben. Wenige Minuten vor Mitternacht (genau gesagt um 23.57 Uhr) tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein und wir bekommen eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Dieses Ereignis ist nicht so selten wie eine Sonnenfinsternis, aber doch zumindest halbwegs spektakulär und selten. Morgen ist ja Feiertag, dann kann man es sich heute auch leisten, später ins Bett zu gehen.